Ausbildungsende, Ukraine-Konflikt: Arbeitslosigkeit steigt

Auch an der Saar legt die Zahl der Arbeitslosen wieder zu. Zwei Gründe sind dafür maßgeblich.
Das Logo der Agentur für Arbeit. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Arbeitslosigkeit im Saarland ist im Juli erneut leicht gestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte, waren im Juli 33.000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das waren 1400 oder 4,4 Prozent mehr als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 2700 Arbeitslose weniger gezählt (minus 7,6 Prozent).

Die Arbeitslosenquote lag im Juli bei 6,3 Prozent. Vor vier Wochen betrug sie 6,0 Prozent und vor einem Jahr 6,7 Prozent. Der Anstieg geht nach Angaben der Bundesagentur vor allem auf die seit Juni laufende Erfassung der aus der Ukraine geflüchteten Menschen und auf das Ausbildungsende junger Menschen zurück, die nicht nahtlos in eine Beschäftigung übernommen wurden.

«Bei diesem Personenkreis wird die Arbeitslosigkeit nur von geringer Dauer sein», sagte Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion. «Sie werden sehr schnell eine Arbeit finden.» Sie wies darauf hin, dass aus der Ukraine geflüchtete Menschen seit 1. Juni von den Jobcentern betreut werden, was zu einem Anstieg der gemeldeten Arbeitslosen in der Grundsicherung geführt habe. Im Juli betraf dies 1130 arbeitslose Flüchtlinge, 550 Personen mehr als noch im Juni. Stichtag der Erhebung war der 12. Juli.

Die sogenannte Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im Juli bei 45.100 Personen. Das waren 3300 oder 6,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Von den bei der Arbeitsagentur gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern um eine Lehrstelle hatten im Juli 1400 weder einen Ausbildungsplatz noch eine Alternative gefunden. «Der Ausbildungsmarkt ist noch immer in Bewegung», sagte Schulz. Es sei noch nicht zu spät, eine passende Ausbildungsstelle zu finden. «Die Chancen für junge Frauen und Männer auf einen Ausbildungsplatz sind sehr gut», betonte Schulz und riet den Jugendlichen, Kontakt zu Berufsberaterinnen und -beratern aufzunehmen und sich bei der Suche nach einer Ausbildung unterstützen zu lassen.

© dpa
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