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Anlaufstelle für Wanderarbeiter beklagt Missstände

Während der Erntezeit sind auf den Feldern in Rheinland-Pfalz tausende Helfer im Einsatz. Die Erntehelfer kommen überwiegend aus Rumänien.
Ernte-Saisonarbeiter
Ein Saisonarbeiter sticht auf dem Feld eines Spargelbauers Spargel. © Matthias Balk/dpa

Erntehelfer in Rheinland-Pfalz werden nach Einschätzung des Europäischen Vereins für Wanderarbeiterfragen oft zu wenig über ihre Rechte als Arbeitskraft aufgeklärt. Es gebe zwar Arbeitsverträge, in den seltensten Fällen bekämen die in der überwiegenden Zahl aus Rumänien stammenden Erntehelfer aber eine Kopie der Dokumente ausgehändigt, sagte Krisztina Nemeth von dem gewerkschaftsnahen Verein der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die meisten Missstände seien in den größeren Betrieben zu beobachten.

Die Mitarbeiter des Vereins fahren nach Angaben von Nemeth in der Erntezeit auf die Felder vor allem im südlichen Rheinland-Pfalz, verteilen Flyer in der Herkunftssprache der Menschen und bieten den Erntehelfern Gespräche über ihre Rechte als Arbeitnehmer in Deutschland an. Dabei gehe es vor allem um die Themen Mindestlohn, Arbeitszeit, die Regelungen in Krankheitsfällen und welche Anteile vom Lohn für Unterkunft und Ausstattung abgezogen werden können.

«Zutritt zu den landwirtschaftlichen Betrieben haben wir nicht», berichtete Nemeth. Deshalb würden die Mitarbeiter des Vereins in der Erntezeit zwischen Mitte April bis Ende Juni etwa zwei Mal pro Woche zu den Feldern fahren, wo vor allem Spargel, Erdbeeren und Salat angebaut wird. Tausende Erntehelferinnen und Erntehelfer seien dort in Rheinland-Pfalz im Einsatz.

Es gebe zwar eine gewisse Skepsis gegenüber Gewerkschaften, da diese etwa in Rumänien recht arbeitgebernah seien. Die Nachfrage nach den Informationen des Europäischen Vereins für Wanderarbeiterfragen wachse aber stetig an, sagte Nemeth, die das Projekt «Faire Mobilität Rheinland-Pfalz 2023» mit kostenloser Beratung und Unterstützung für Erntehelfer aus dem europäischen Ausland seit dem Jahr 2021 betreut.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des Landesarbeit- und Sozialministeriums sowie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Rheinland-Pfalz gefördert. Der Europäische Verein für Wanderarbeiterfragen bezeichnet sich selbst als eine Organisation, die sich für die Rechte der Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter einsetzt. Der Verein kooperiert seit seiner Gründung mit den Einzelgewerkschaften des DGB.

© dpa
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