König Philippe nennt Rheinland-Pfalz «innovativen Akteur»

König Philippe und Königin Mathilde besuchen in Rheinland-Pfalz unter anderem Biontech und BASF. Ministerpräsidentin Dreyer lobt die Zusammenarbeit und sieht bei der Energie noch viel Potenzial.
König Philippe von Belgien hält eine Rede in der Staatskanzlei. © Andreas Arnold pool/dpa

Der belgische König Philippe hat Rheinland-Pfalz «angesichts der Herausforderungen, vor denen wir alle stehen» als «innovativen Akteur und wichtigen Partner» gewürdigt. «Zum Klimawandel, der unsere Landwirtschaft, ihre Weinberge oder den Schiffsverkehr auf dem Rhein beeinträchtigt, ist nun noch eine geopolitische Situation hinzugekommen, die sich direkt auf unsere Wirtschaft, die Kaufkraft der Haushalte, die Beschäftigung und das Gesundheitswesen auswirkt», sagte der 62-Jährige am Mittwoch in der Staatskanzlei in Mainz mit Blick auf den Krieg in der Ukraine.

«Um all diese Herausforderungen zu bewältigen, wird es nicht ausreichen, finanzielle Mittel bereitzustellen», sagte der Monarch auf Deutsch. «Es werden gut ausgebildete Männer und Frauen sein, die den Unterschied machen.» Der König betonte vor rund 65 geladenen Gästen aber auch: «Wir werden es nur schaffen, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und unsere jeweiligen Erfahrungen austauschen.»

Der König brachte auch seine Solidarität mit den Bewohnern, Städten und Gemeinden im Ahrtal zum Ausdruck, «die von den schrecklichen Überschwemmungen im Sommer 2021 betroffen waren, genau wie die Städte und Dörfer an den Flüssen Ourthe und Weser in Belgien.» Philippe betonte: «Ich bewundere ihre Resilienz und ihren Mut.»

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, mit seinem zweitägigen Besuch setze das Königspaar «ein Zeichen für gelebte europäische Nachbarschaft». Belgien und Rheinland-Pfalz verbinde «vor allem das Eintreten für die Vertiefung der europäischen Idee und die demokratischen Werte». «Das ist in der aktuell schwierigen Situation des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise wichtiger als je zuvor.»

«Vor allem im Gesundheits- und Bildungsbereich kooperieren wir mit Ostbelgien, damit die Menschen in beiden Ländern profitieren und gut leben können. «Auch im Energiebereich wollen wir die Zusammenarbeit zukunftsweisend weiter ausbauen», sagte Dreyer. Belgien sei einer der wichtigsten Umschlagplätze für Flüssiggas (LNG)in Europa überhaupt.

© dpa
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