«Nicht wettbewerbsfähig»: Regensburg erlebt 0:6 Heim-Debakel

Was war da denn los? Regensburg wird völlig auseinandergenommen. Fast jeder Schuss der Karlsruher sitzt. Jahn-Trainer Selimbegovic und Kapitän Gimber finden klare Worte. Positive sind nicht dabei.
Der Karlsruher Fabian Schleusener (l) und der Regensburger Benedikt Gimber (r) in Aktion. © Daniel Löb/dpa/Archivbild

«Unsauber, unkonzentriert, komplett falsch abgebogen»: Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic ging nach der deftigen 0:6-Klatsche am Samstag gegen den Karlsruher SC hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. Als «komplett gebrauchten Tag» bezeichnete der Coach des Fußball-Zweitligisten die harmlosen 90 Minuten seiner deklassierten Elf. «Von den zehn Entscheidungen haben wir elf falsch getroffen», monierte der 40-Jährige. Nach einem starken Saisonstart rutscht Regensburg immer weiter Richtung Tabellenkeller.

Selbst Schiedsrichter Michael Bacher schien Mitleid mit den Regensburgern zu haben. Trotz einiger Unterbrechungen ließ der Unparteiische in einer intensiven Partie keine Sekunde nachspielen. Mit gesenkten Köpfen schleppten sich die Oberpfälzer, die den Schlusspfiff wohl herbeigesehnt hatten, vom nassen Spielfeld.

«Es war schöner Fußball, aber nur für eine Mannschaft», stellte Selimbegovic fest. Über 90 Minuten beobachtete der ideenlose Jahn, wie sich die Gäste völlig problemlos über den Rasen kombinierten. Die sonst so starke Abwehr, die bis zu dem Spiel nur ein Gegentor zugelassen hatte, bröckelte gewaltig. Jahn-Keeper Dejan Stojanovic stand unter Dauerbeschuss.

«Dass wir so auseinanderfallen, ist schwierig zu erklären», sagte Kapitän Benedikt Gimber und kritisierte: «Wir waren von der ersten bis zur 90. Minute einfach zu schläfrig. Heute waren wir einfach nicht wettbewerbsfähig. Extrem bitter.»

Marcel Franke (7.), Paul Nebel (14.) und Jerôme Gondorf (43.) eröffneten das Tor-Spektakel für die abgezockten Badener. Fabian Schleusener (48./66.) und Tim Breithaupt (78.) legten nach. «Gefühlt ist jeder Schuss reingegangen», sagte Jahn-Verteidiger Benedikt Saller: «Aber lieber einmal 0:6 als fünfmal 0:1».

Die drei Wechsel, die der Jahn-Coach zur Pause vornahm, blieben ohne positiven Effekt. Im Gegenteil: Der eingewechselte Scott Kennedy gab einen Ball im eigenen Strafraum leichtfertig her - Schleusener nutzte die Einladung zum 4:0. «Mit dem 4:0 war das Spiel komplett erledigt», sagte Selimbegovic. Gimber forderte: «In der Art und Weise darf uns das einfach nicht nochmal passieren.»

© dpa ⁄ Martin Moravec, dpa
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