Ministerin Neubaur nennt Klimahafen «Vorreiter-Projekt»

Schon in wenigen Jahren soll im Gelsenkirchener Stadthafen erprobt werden, wie mittelständische Unternehmen klimaneutral produzieren können. Grüner Wasserstoff soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Am Donnerstag gab es hohen Besuch im künftigen «Klimahafen».
Mona Neubaur (Bündnis 90/Grüne), Wirtschafts- und Klimaschutzministerin in Nordrhein-Westfalen. © Bernd Thissen/dpa

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat die Initiative «Klimahafen Gelsenkirchen» als «Vorreiter-Projekt» gelobt. Mit seinem Fokus auf Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft würden dort zukunftsweisende Lösungen entwickelt und umgesetzt, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag nach der Besichtigung einer Verzinkerei der Firma Zinq.

Bei der Klimahafen-Initiative geht es darum, dass die mittelständischen Unternehmen des Stadthafens möglichst schnell klimaneutral werden. Eine zentrale Rolle soll dabei Wasserstoff spielen. In der Initiative sind neben zahlreichen Mittelständlern auch große Konzerne wie Thyssenkrupp, Arcelormittal, Trimet, Uniper und BP vertreten.

Neubaur wurde begleitet von ihrem Parteikollegen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. «Projekte wie diese zeigen, wie ambitioniert viele Akteure daran arbeiten, konkrete Klimaschutzprojekte voranzutreiben», sagte Habeck. Investitionen in Energieeffizienz und Wasserstoff seien notwendig, «denn sie leisten nachhaltig einen Beitrag für eine unabhängige Energieversorgung».

Nach dem Willen der Initiative soll der Hafen zum Vorbild für den klimagerechten Umbau eines ganzen Gewerbegebiets werden. Als Vorteil sehen die Unternehmen unter anderem die zentrale Lage und die bestehenden Anschlüsse an mehrere Gaspipelines. Über eine Pipeline soll bereits ab 2024 klimaneutral hergestellter Wasserstoff in das Gewerbegebiet strömen. Geprüft wird aber auch die Wasserstoffproduktion vor Ort unter Einsatz von Ökostrom.

Pilotprojekt der Initiative ist die Umstellung von Prozesswärmegewinnung aus Erdgas in energieintensiven Betrieben auf wasserstoffreiches Energiegas. «In vielen Bereichen der mittelständischen Industrie ist Wasserstoff der logische Ersatz für Erdgas, so dass viele Anwendungen relativ schnell umzusetzen wären», sagte der Sprecher der Initiative, Lars Baumgürtel. Nach seinen Angaben liegt der Anteil der Prozesswärme bei fast zwei Dritteln des Gesamtenergiebedarfs der Industrie.

© dpa
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