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Winnetou-Darsteller: Figur stillt Sehnsucht nach dem Guten

Den Debatten um Indianerkostüme und Red-Facing zum Trotz starten die diesjährigen Karl-May-Festspiele in Elspe. Winnetou-Mime Jean-Marc Birkholz erklärt, was die Kunstfigur aus seiner Sicht leistet.
Saisonstart der diesjährigen Karl-May-Festspiele
Die Schauspieler Jean-Marc Birkholz (Winnetou) sitzt auf seinem Pferd. © Henning Kaiser/dpa

Der langjährige Winnetou-Darsteller Jean-Marc Birkholz will sich durch immer wieder aufflammende Kritik an den Karl-May-Erzählungen nicht seine Freude an der Kunstfigur nehmen lassen. «Er hat ja etwas Jesushaftes, ist immer für das Gute da, steht bis zur Selbstaufopferung für andere Menschen ein», sagte der Schauspieler der Deutschen Presse-Agentur. Diese Überhöhung des Guten stille bei vielen eine Sehnsucht danach, «dass irgendwo jemand ist, der noch alles gut macht und noch an humane Werte glaubt, der sich für die Schwachen und Zu-Kurz-Gekommenen einsetzt. Und das vor allem ohne Hass», sagte Birkholz.

Er wird den von Karl May erdachten Apachen-Häuptling Winnetou wie seit 2012 auch in diesem Sommer bei den traditionsreichen Karl-May-Festpielen Elspe im Sauerland verkörpern. Vom 22. Juni bis zum 7. September wird auf der dortigen großen Freiluft-Bühne «Das Halbblut - Ein Kampf auf Leben und Tod» gezeigt - nach Auskunft der Macher eine spannungsgeladene Inszenierung mit 60 Darstellern, 40 Pferden und reichlich Stunts, Explosionen und wildem Galopp. In die Rolle des Old Shatterhand schlüpft abermals Martin Krah.

Der seit Jahren immer wieder aufflammenden Diskussion um kulturelle Aneignung, sogenanntes Red-Facing durch Indianer-Kostüme oder rassistische Begriffe bei Karl May will sich Birkholz nicht verschließen. «Ich bin jederzeit bereit, in eine Diskussion zu gehen, aber ich glaube, es ist ein großer Fehler, wenn Leute einem Dinge verbieten wollen», sagte Birkholz.

Den Fans sei bewusst, dass die Figuren der «krassesten Fantasie» des Autors entsprungen seien. «Für viele - und auch für mich, als ich angefangen habe - war Karl May ein Sprungbrett in die reale Welt der Native Indians», sagte Birkholz. Seine Romane hätten bei vielen erst das Interesse am Leben und der Kultur der amerikanischen Ureinwohner geweckt. Auch in den Shows in Elspe werde immer wieder auf das große Leid hingewiesen, was ihnen im Zuge der Kolonialisierung widerfahren sei.

© dpa
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