Wohl Hitzetage-Rekord: Sonne, dann Regen zum Wochenbeginn

Ende August stand Nordrhein-Westfalen knapp vor einem Hitzetage-Rekord für das laufende Jahr, dann wurde es nochmal richtig heiß. Ein neuer Höchstwert seit Aufzeichnungsbeginn könnte damit überschritten worden sein. Mehr heiße Tage sind aber nicht in Sicht.
Wolken ziehen über das abendliche Alpenvorland. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Mit Temperaturen von mehr als 30 Grad ist es Anfang vergangener Woche - also schon im meteorologischen Herbst - in Teilen von Nordrhein-Westfalen noch einmal heiß geworden. Das hat dem Bundesland wohl einen neuen Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen beschert, was die Zahl der Hitzetage pro Jahr angeht. Das Flächenmittel NRW liegt laut vorläufigen Zahlen nun bei 17,7 heißen Tagen in 2022, womit der bisherige Höchstwert aus 2018 (17,5 Tage) übertroffen wäre, wie Thomas Kesseler-Lauterkorn, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen, mitteilte. Mit weiteren Hitzetagen ist so schnell aber nicht mehr zu rechnen. Die Woche beginnt sonnig und mild, dann wird es kühler und regnerisch.

Offizielle Zahlen zu den Hitzetagen werden laut DWD zwar erst Ende des Jahres bereitgestellt - von einem Rekord sei allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen, hieß es.

Als Hitzetag gilt ein Tag mit Temperaturen von 30 Grad und mehr. Für NRW wird ein Flächenmittelwert ermittelt, also ein rechnerischer Wert, in den Daten aller rund 40 Messstationen im Bundesland einfließen. Dabei wird die Topographie der Stationen berücksichtigt - also zum Beispiel, ob sie auf einem Berg liegen. Es können auch Zehntelwerte zustande kommen, wenn es nur in einem Teil des Bundeslandes heiß war.

Der bisherige Höchstwert von 17,5 Tagen sei mit den heißen Temperaturen Anfang der Woche überschritten worden, sagte Kesseler-Lauterkorn. Von weiteren heißen Tagen sei dieses Jahr eher nicht auszugehen. Meteorologischer Herbstanfang war am 1. September.

Zwar zeichnen viele Stationen schon länger auf, der landesweite Wert wird aber erst seit 1951 errechnet. Der DWD-Meteorologe hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass es etwa 1947 ähnlich viele oder mehr heiße Tage als 2018 oder 2022 gegeben haben könnte. Entscheidender sei aber ohnehin die Betrachtung längerer klimatologischer Zeiträume. Und die zeige: Die Zahl der heißen Tage pro Jahr hat in NRW in den vergangenen Jahrzehnten stetig zugenommen. Zwischen 1961 und 1990 lag sie im Schnitt noch bei 4,0. Im Zeitraum von 1991 bis 2000 verdoppelte sie sich auf 8,1. Und 2011 bis 2020 lag sie bei 9,4.

Am Montag steht NRW laut DWD-Prognose ein heiterer, aber nicht heißer Septembertag bevor. Es werden Temperaturen von 23 bis 25 Grad erwartet. Mit Niederschlägen rechnet der DWD nicht. Vor allem im Süden soll es oft sonnig werden, ansonsten werden nur dünne Schleierwolken und im Tagesverlauf wenige Quellwolken erwartet.

Der Dienstag soll dann deutlich unfreundlicher werden: starke Bewölkung, gebietsweise Regen, Temperaturen von 21 bis 24 Grad. Am Mittwoch soll es schließlich im Süden von NRW teils kräftigen Dauerregen geben. Im Norden dagegen sind kaum Niederschläge erwartet. Die Temperaturen sollen 17 bis 22 Grad erreichen.

© dpa
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