Vollsperrung der A3 am Dreieck Heumar am Wochenende

200.000 Fahrzeuge pro Tag verleihen dem Autobahndreieck Heumar im Südosten von Köln einen Spitzenplatz in Europa. Auch an diesem komplizierten Knotenpunkt müssen Brücken erneuert werden. Die Sperrung am Wochenende ist Teil eines ganz großen Projekts.
Fahrzeuge stauen sich auf der Autobahn 4 bei Köln. © Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Am Autobahndreieck Heumar im Süden von Köln beginnen am Wochenende umfangreiche Umbauarbeiten. Von Freitagabend, 11. November, bis Montagfrüh, 14. November, wird die Autobahn 3 in Fahrtrichtung Frankfurt in Höhe der Rampe zur A4 Köln-Aachen voll gesperrt. Das teilte die Deges, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, in Düsseldorf mit. Auch die andere Richtung der A3 in Fahrtrichtung Oberhausen wird gesperrt werden - allerdings nur kurz von Samstagabend bis Sonntagfrüh.

Eine Umleitung ist eingerichtet: Die Sperrung wird über die Autobahn 4 umfahren. Die Fahrzeuge werden zum Autobahnkreuz Gremberg gelotst, fahren eine Schleife und kommen über die entgegengesetzte Richtungsfahrbahn auf die A3 zurück.

Das Autobahndreieck Heumar gehört mit rund 200.000 Fahrzeugen am Tag zu den meistgenutzten Knotenpunkten von Autobahnen in Europa. Elf Brücken sind marode, dem zunehmenden Verkehr nicht gewachsen und müssen ersetzt werden. Bei Heumar kommen die Autobahnen A4, A3 und A59 zusammen. Es ist eine Drehscheibe zwischen Ost und West sowie Nord und Süd. Pendler und Schwerlastverkehr nutzen diese Trasse.

Während der Sperrung am Wochenende wird die Umlenkung des Verkehrs auf einer neuen Brücke vorbereitet. Ab dem 14. November werden die Autos in beiden Richtungen über die Fahrbahn der A3 Richtung Oberhausen geleitet, damit das zweite Teilstück der Brücke gebaut werden kann.

Der Umbau des Verkehrsknotenpunkts wird noch Jahre dauern. Die komplexe Verkehrsführung mit vielen Auf- und Abfahrten sowie Brücken soll dabei auch entwirrt und neu geordnet werden. Die Bauarbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. «Eingriffe in den Verkehrsablauf und Behinderungen für Personen- und Wirtschaftsverkehr werden so gering wie möglich gehalten», erklärte die Deges. Die Fertigstellung des ganzen Projekts ist für 2030 geplant. Dann werden nach Schätzungen täglich 240.000 Fahrzeuge am Autobahndreieck unterwegs sein.

© dpa
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