Termin für Sprengung der Rahmedetalbrücke weiter unklar

Der genaue Termin der Sprengung der Talbrücke Rahmede in Lüdenscheid bleibt weiter unklar. Die Planungsarbeiten der beauftragten Firma seien sehr aufwendig, sagte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes, am Mittwoch im Verkehrsausschuss in Düsseldorf. «Hier ist Sorgfalt vor Schnelligkeit gefragt», sagte sie. Einen Zeitplan könnte es nächste oder übernächste Woche geben.
Die marode Talbrücke Rahmede der Autobahn 45 bei Lüdenscheid. © Dieter Menne/dpa/Archivbild

Der Auftrag zum Sprengabbruch der Talbrücke war Anfang Oktober dem Unternehmen Heitkamp Umwelttechnik GmbH zugesprochen worden. Die marode Brücke ist wegen schwerer Schäden seit vergangenem Dezember gesperrt. Die Pfeiler sollen bei der Sprengung zur Seite wegknicken, die Brücke horizontal herunterfallen. Dafür seien erhebliche Erdarbeiten notwendig, 85.000 Kubikmeter Boden müssten bewegt werden, sagte Sauerwein-Braksiek. Zum Schutz sollen 55 mit Erde gefüllte Container aufgestellt werden. Auch der Abtransport von insgesamt 150.000 Tonnen Material will geplant sein. Zeitkritisch sei außerdem der Grunderwerb, sagte sie. Teils sei man hier noch in Verhandlungen.

Gleichzeitig läuft die Ausschreibung für den Neubau der Brücke. Vorgesehen ist, dass bis zum 30. September 2026 die Brücke mit der ersten Fahrbahn stehen soll. Bis zum 21. Dezember 2027 soll dann auch die zweite fertig sein.

Die Vorgeschichte bleibt derweil ein Politikum. Der SPD-Abgeordnete Gordan Dudas, der die Region vertritt, erneuerte seine Forderung nach Aufklärung darüber, ob die Entscheidung, den geplanten Neubau der Brücke zu verschieben, in die Amtszeit des jetzigen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) fiel. Das hatte ein Bericht von «T-Online» nahegelegt.

Staatskanzlei und Autobahn GmbH betonen, dass es sich um fachliche, nicht um politische Entscheidungen gehandelt habe. Antworten bekam Dudas am Mittwoch im Verkehrsausschuss nicht. CDU-Politiker Oliver Krauß hielt Dudas vor: «Was die Menschen am wenigsten brauchen können, ist parteipolitischer, rückwärtsgewandter Streit.»

© dpa
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