Ausfälle: Unternehmen sollen laut Krischer nachbessern

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hat nach den Komplettausfällen auf mehreren Bahnlinien am vergangenen Wochenende Konsequenzen von den Verkehrsunternehmen angemahnt. «Die erhöhten Krankheitsstände, die Urlaubszeit und der große Zuspruch durch das 9-Euro-Ticket stellen die Beteiligten sicherlich vor große Herausforderungen», sagte er am Montag in Düsseldorf. «Trotzdem müssen bei Problemen wie jetzt die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden.»
Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Verkehr, Umwelt und Naturschutz. © Marius Becker/dpa/Archivbild

Am Wochenende waren mehrere S-Bahnen im Rheinland ausgefallen, auch Züge von DB Regio im Ruhrgebiet und Münsterland waren in den vergangenen Tagen betroffen. Einem Sprecher des Verkehrsministerium zufolge war zu Ausfällen auf Linien anderer Unternehmen nichts bekannt. Am Montag habe Krischer sich von allen Eisenbahnverkehrsunternehmen und drei Aufgabenträgern ein Bild von der aktuellen Personalsituation geben lassen, hieß es aus dem Ministerium. Problemlagen wie zuletzt sollen demnach durch bessere Kommunikation und Reaktionszeit im Krisenfall entschärft werden. Mindestbedienungs-Fahrpläne sollen vorbereitet, Busersatzverkehre schneller eingesetzt werden.

Frühzeitige und aktuelle Informationen über Ausfälle und Ersatzverkehr seien zwingend, mahnte Krischer außerdem. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hatte am Freitag in Richtung DB Regio kritisiert, man hätte sich eine frühere Information der Fahrgäste gewünscht. Man hoffe, «dass die DB Regio hierzu vorab den Dialog mit uns sucht und nicht im Alleingang entscheidet und kommuniziert.»

Eine Bahnsprecherin hatte sich für die Ausfälle entschuldigt und auf einen außergewöhnlich hohen Krankenstand von 35 Prozent in der Leitstelle verwiesen. Auch die anderen Verkehrsunternehmen haben einer dpa-Umfrage von Anfang Juli zufolge Probleme mit vielen Krankmeldungen ausgerechnet während der Ferienzeit.

Krischer sieht auch den Bund in der Pflicht: Nicht nur in NRW leide das System an strukturellen Problemen und Unterfinanzierung. Er erwarte deutlich mehr Maßnahmen und Regionalisierungsmittel.

© dpa
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