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Traumtore von Müldür und Güler: Türkei besiegt Georgien 3:1

Zwei sehr sehenswerte Treffer und ein Konter bewahren die Türkei vor einem EM-Fehlstart. Die vielen Fans tragen ihr Team beim 3:1 gegen Georgien zum Erfolg. Vor allem ein Jungstar glänzt.
Euro 2024: Fanmarsch Türkei
Tausende türkische Fans beim Fanmarsch von der Dortmunder Innenstadt zum Stadion unterwegs. © Christoph Reichwein/dpa

Nach dem unerwarteten Spektakel glich das Dortmunder EM-Stadion einem Tollhaus. Mit inbrünstigem Gesang feierten die türkischen Fußball-Fans zusammen mit den Profis um Jungstar Arda Güler den hart erkämpften 3:1 (1:1)-Auftakterfolg über die überraschend starken Georgier. Zwei Traumtore von Mert Müldür (25. Minute) und Güler (65.) sowie der späte Kontertreffer von Kerem Aktürkoglu (90.+7) bescherten dem Team von Trainer Vincenzo Montella den erhofft erfolgreichen Start in das Turnier.

«Es war wirklich ein tolles Tor, ich bin sehr glücklich», sagte Güler über seinen Treffer. Er sei sehr froh, die Menschen so glücklich gemacht zu haben, aber es liege noch eine Menge Arbeit vor dem Team. Denn nach sintflutartigen Regenfällen wurde die Türkei ihrer Favoritenrolle nur mit Mühe gerecht. Der türkische Innenminister Ali Yerlikaya gratulierte dem Team auf X mit den Worten: «Ihr seid großartig.» Am Ende solle das Finale stehen.

Mit dem Sieg vor etwa 50.000 türkischen Anhänger in der mit rund 62.000 Zuschauern prall gefüllten Arena verschaffte sich die Milli Takim in der Gruppe F eine gute Ausgangsposition. Es folgen noch die weiteren wohl anspruchsvolleren Aufgaben gegen Portugal (22. Juni) an gleicher Stätte und vier Tage später gegen Tschechien in Hamburg.

Dagegen ging der Traum der Georgier von einem Achtungserfolg zum EM-Debüt trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Georges Mikautadze (32.) nicht in Erfüllung. Die vom ehemaligen Bayern-Profi Willy Sagnol gecoachte Mannschaft bot dennoch eine beachtliche Vorstellung und war in der Schlussphase bei einem Pfostentreffer dem 2:2 nahe.

Ein Tor zählt, eins nicht

Die Türken übernahmen von Beginn an die Regie. Bereits in den ersten Minuten geriet die defensive Fünferkette der Georgier gehörig ins Wanken, die Türken waren der Führung nahe. Doch so defensiv wie erwartet trat Georgien nicht auf. Nur die schnelle Reaktion des türkischen Torhüters Mert Günok bei einem abgefälschten Schuss von Ansor Mekwabischwili (11.) verhinderte die Führung des Außenseiters.

Der sehenswerte Volleyschuss von Müldür aus der Distanz ins Netz verwandelte das Stadion dann zum ersten Mal in ein Tollhaus. Dass nur zwei Minuten später das vermeintliche 2:0 durch Kenan Yildiz wegen einer Abseitsposition aberkannt wurde, konnte die gute Stimmung der türkischen Anhänger zunächst nur bedingt trüben.

Güler zeigt seine Klasse

Der Schreck der Georgier hielt sich allerdings in Grenzen. Mit einem Schuss aus sieben Metern ins kurze Eck brachte Mikautadze sein Team zurück in Spiel. Günok sah dabei nicht glücklich aus. Dieser Gegentreffer zeigte bei den Türken mächtig Wirkung. In den weiteren Minuten bis zur Pause erwies sich der Gegner als gleichwertig.

Nach Wiederanpfiff erhöhte die Türkei den Druck, tat sich beim Herausspielen von Torchancen aber schwer. Doch die individuelle Klasse von Güler half in der Not. Mit einem Kunstschuss aus 20 Metern zirkelte er den Ball in den linken Torwinkel. Güler löste mit 19 Jahren und 114 Tagen Cristiano Ronaldo als jüngsten Spieler ab, der in seinem ersten EM-Spiel ein Tor erzielte. Der Real Madrid-Jungprofi wurde auch zum Spieler des Spiels gewählt.

In der hektischen Schlussphase mussten die Türken noch bange Minuten überstehen, ehe Aktürkoglu alles klarmachte. Bei einer Ecke der Georgier war Keeper Giorgi Mamardaschwili mit nach vorne gegangen - das nutzten die Türken nach einer Balleroberung aus.

Dass die Partie ohne Verzögerung stattfinden konnte, war auch ein Verdienst der vielen Helfer. Mit Besen, Holzlatten und viel Körpereinsatz war es ihnen gelungen, die Auswirkungen heftiger Regenfälle vor dem Spiel so gering wie möglich zu halten. Die Polizei schritt zudem bei einer körperlichen Auseinandersetzung rivalisierender Fans im Stadion lange vor dem Anpfiff rein.

© dpa ⁄ Heinz Büse, Thomas Eßer und Anne Pollmann, dpa
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