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Medien: Ljubljana will gegen Köln wegen Verleumdung vorgehen

Der Streit mit Olimpija Ljubljana geht weiter. Nachdem der 1. FC Köln schwerwiegende Vorwürfe gegen Vertreter des slowenischen Fußballvereins erhoben hat, wollen diese nun zurückschlagen.
Jaka Cuber Potocnik
Der Kölner Nachwuchsspieler Jaka Cuber Potocnik jubelt über sein Tor. © Herbert Bucco/dpa/Archivbild

Im Transferstreit zwischen dem 1. FC Köln und Olimpija Ljubljana wird mit immer härteren Bandagen gekämpft. Einen Tag, nachdem der FC die Strafanzeige gegen drei Vertreter des slowenischen Clubs wegen versuchten Betrugs bekannt gegeben hatte, kündigte Olimpija im «Kicker» an, nun wegen Verleumdung gegen den Fußball-Bundesligisten vorgehen zu wollen.

Ljubljanas deutscher Vizepräsident Christian Dollinger zeigte sich in der «Bild»-Zeitung und dem «Kölner Stadt-Anzeiger» derweil «sehr überrascht» über den Vorstoß und erklärte: «Die Vorwürfe, wie sie der 1. FC Köln erhebt, werden daher entschieden zurückgewiesen.»

Die Kölner Staatsanwaltschaft Köln bestätigte derweil dem «Kicker», dass sie über den Status der Vorermittlungen hinaus sei: «Gleichwohl gilt natürlich bis zum Abschluss der Ermittlungen die Unschuldsvermutung.» Der Düsseldorfer Strafrechtsexperte Ingo Bott sagte dem Blatt: «Indem die Staatsanwaltschaft Köln von einem Anfangsverdacht ausgeht, gibt sie zu verstehen, dass nach kriminalistischer Erfahrung tatsächliche Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten bestehen.»

Der FC war wegen des Vorwurfs der Anstiftung zum Vertragsbruch beim ablösefreien Wechsel des slowenischen Junioren-Nationalspielers Jaka Cuber Potocnik (18) im Januar 2022 nach Köln vom Fußball-Weltverband FIFA zu einer Transfersperre von zwei Wechselperioden verurteilt worden. Der Internationale Sportgerichtshof Cas setzte die Sperre jedoch aus. Ein endgültiges Urteil gibt es noch nicht.

Ljubljana fordert von den Rheinländern zudem Schadenersatz. Der FC beklagte nun, «dass NK Olimpija Ljubljana auf Grundlage falschen Tatsachenvortrags versucht, eine ungerechtfertigte Schadenersatzhöhe zugesprochen zu bekommen.»

© dpa
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