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Thyssenkrupp Steel: Arbeitnehmervertreter kritisiert Chef

Wie geht es weiter bei Deutschlands größtem Stahlhersteller, der Stahlsparte von Thyssenkrupp? Angeblich gibt es «vertiefte Gespräche» über den Einstieg eines Investors. Doch das sorgt für Unmut.
Thyssenkrupp
Ein Stahlarbeiter von Thyssenkrupp prüft den Roheisen am Hochofen 8 auf dem Werksgelände. © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach einem Medienbericht über eine angeblich geplante 50-Prozent-Beteiligung des tschechischen EPH-Konzerns an der Thyssenkrupp-Stahlsparte kommt von der Arbeitnehmerseite Kritik an der Konzernführung. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel, Detlef Wetzel, bemängelte in einem Interview der «Westdeutschen Allgemeinen» (WAZ, Freitag), dass die Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat bisher nicht eingebunden worden sei. Der frühere IG Metall-Chef Wetzel sieht den neuen Thyssenkrupp-Vorstandschef Miguel López dafür in der Verantwortung. «Das war Lopez’ erster großer Stockfehler», sagte Wetzel, einen Begriff aus dem Hockeysport aufgreifend.

Thyssenkrupp ist Deutschlands größter Stahlhersteller. Der Mutterkonzern strebt schon seit Längerem eine Verselbstständigung der Stahlsparte an.

Laut «Handelsblatt» führen Vertreter von Thyssenkrupp bereits «vertiefte Gespräche» mit dem tschechische Milliardär Daniel Kretinsky, der hinter EPH steht. Kretinsky solle einen Anteil von 50 Prozent an der Sparte erhalten und die Thyssenkrupp AG in gleicher Höhe beteiligt bleiben. Das «Handelsblatt» berief sich auf «mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen». Sprecher von Thyssenkrupp und Kretinskys wollten den Bericht nicht kommentieren.

Von der Beteiligung verspreche sich die Führung von Thyssenkrupp einen Zugang zu günstigem Strom, hieß es in dem Bericht weiter. Kretinsky kontrolliert die ostdeutschen Braunkohleverstromer Mibrag und Leag und plant zudem den Bau von Solar- und Windkraftparks, mit deren Leistung die Stahlwerke mit «grünem» Strom versorgt werden könnten.

Thyssenkrupp plant den Bau mehrerer Anlagen für eine klimaneutralere Herstellung von Stahl. Für den Betrieb werden große Mengen Wasserstoff benötigt, der in Elektrolyseuren mit Hilfe von Grünstrom klimaneutral hergestellt werden soll.

Den bisherigen Überlegungen zufolge würden der Konzern und Kretinskys Firma EP Holding das Stahlgeschäft zusammen führen. «Damit geben wir Sicherheit, dass Thyssenkrupp Steel langfristig bestehen wird», zitiert das «Handelsblatt» aus dem Umfeld von Beteiligten. Sollte es zu finanziellen Engpässen kommen, stünden zukünftig zwei Eigner bereit, um Kapital nachzuschießen.

Dass Thyssenkrupp mit Kretinsky spricht, war bekannt. Thyssenkrupps Stahlchef Bernhard Osburg hatte sich Anfang September in einem Interview der WAZ offen für einen Einstieg gezeigt. «Da kann natürlich ein strategischer Fit draus werden», hatte er im WAZ-Podcast «Die Wirtschaftsreporter» gesagt.

© dpa
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