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Schalker Krise spitzt sich zu: «Von jedem zu wenig»

Auch Interimscoach Matthias Kreutzer schafft mit Schalke nicht die Wende. Nach der nächsten Niederlage droht für den Traditionsclub der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz in der 2. Bundesliga.
SC Paderborn 07 - FC Schalke 04
Schalkes Trainer Matthias Kreutzer gibt Anweisungen. © David Inderlied/dpa

Als die Schalker Fußballer vor ihre Fans traten, flogen ihnen Bierbecher entgegen. Die Stimmung war aufgeheizt. «Wir sind Schalker und ihr nicht», skandierten die Anhänger. Der FC Schalke 04 taumelt immer tiefer in die Krise. Der Erstliga-Absteiger verlor am Freitagabend 1:3 (0:1) beim SC Paderborn und steckt mit Interimscoach Matthias Kreutzer im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga. Die Gelsenkirchener liegen auf Relegationsplatz 16 und können an diesem Wochenende sogar noch weiter abrutschen. Schalke hatte sich am Mittwoch von Trainer Thomas Reis getrennt.

«Wenn wir individuelle und gruppentaktische Fehler nicht ganz schnell abstellen, wird es ganz schwer werden, zu punkten», sagte Kreutzer. «Und dann wird es auch in der zweiten Liga keinen Gegner geben, gegen den wir ansatzweise wettbewerbsfähig sind.» Torwart Michael Langer sagte: «Das ist natürlich ein gebrauchter Abend.» Der 38-Jährige ergänzte: «Das ist von uns, von jedem Einzelnen zu wenig.»

Vor 15 000 Zuschauern im ausverkauften Paderborner Stadion erzielte Felix Platte in der 43. Minute das Führungstor Tor für die Gastgeber. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Florent Muslija zunächst per Foulelfmeter auf 2:0 (53.) und traf dann sehenswert sogar noch ein zweites Mal (76.).

Im Vergleich zum 1:3 beim FC St. Pauli, dem letzten Spiel unter Reis, veränderte Kreutzer die Schalker Startelf moderat. Tomáš Kalas, Assan Ouedraogo und Bryan Lasme rückten für den nach wie vor von der ersten Mannschaft suspendierten Timo Baumgartl, Lino Tempelmann, und Yusuf Kabadayi in die Anfangsformation. Was die Einsatzbereitschaft angeht, nahmen die Gäste die Partie zunächst an. Sie waren engagiert in den Zweikämpfen. Fußballerisch klappte jedoch von Beginn an nur sehr wenig.

Die besten Chancen erspielte sich Paderborn. Schalke hatte Glück, dass ein Kopfball von Adriano Grimaldi in der 17. Minute an der Latte landete. Und die Gastgeber blieben die gefährlichere Mannschaft. Nach guter Vorarbeit von Muslija scheiterte Sebastian Klaas an Schalke-Keeper Langer.

Kreutzer versuchte von außen immer wieder, korrigierend ins Spiel seiner Mannschaft einzugreifen. Gestenreich gab der 40-Jährige Anweisungen und feuerte das Team an. Es half nicht. Der starke Muslija dribbelte, Klaas flankte und Platte traf per Kopf zum 1:0 für den SCP. Aus Respekt vor seinem früheren Arbeitgeber verzichtete der Ex-Schalker auf einen Jubel, für die Gelsenkirchener ein schwacher Trost.

Und es wurde noch schlimmer für Schalke. Nach einem Stoß von Cédric Brunner gegen Grimaldi entschied Schiedsrichter Timo Gerach auf Strafstoß. Muslija verwandelte sicher. Spätestens nach dem zweiten Treffer des 25-Jährigen, der den Ball sehenswert ins Tor schlenzte, war die Partie entschieden. Das 1:3 in der Nachspielzeit gelang Schalkes Yusuf Kabadayi (90.+9), verhinderte die wütenden Reaktionen der Fans aber nicht.

© dpa ⁄ Thomas Eßer, dpa
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