Ruhiger Start für Deutschlandticket in NRW

Der erste Tag des Deutschlandtickets fällt auf einen Feiertag. Die neuen Abonnenten nutzen das Angebot am 1. Mai in NRW zunächst nur sparsam. Der Verkauf vorher sei aber gut angelaufen, sagen Verkehrsbetriebe.
Deutschlandticket startet
Ein Hinweis für das Deutschlandticket steht auf einem Fahrkartenautomat. © Sebastian Gollnow/dpa

Das Deutschlandticket ist zum Start am Montag in Nordrhein-Westfalen zunächst verhalten genutzt worden. Mehrere Verkehrsbetriebe berichteten, es sei wegen des Feiertags erwartungsgemäß nicht zu einem Ansturm auf Busse und Bahnen gekommen. «Wir hatten einen ruhigen Start, denn der komplette Schüler- und Berufsverkehr fehlt», sagte ein Sprecher der Verkehrsbetriebe DSW21 in Dortmund. Es seien einige Ausflügler mit dem neuen Abo unterwegs.

Auch aus Düsseldorf berichtete die Rheinbahn: «Keine Auffälligkeiten.» Für einen Feiertag laufe alles unauffällig und normal, schilderte eine Sprecherin. Übervolle Bahnen seien nicht gemeldet worden. In den Bonner Verkehrsbetrieben kam es ebenfalls nicht zu einer auffällig hohen Auslastung von Bussen und Bahnen. «Es ist eher ruhig bisher, wie erwartet», sagte eine Sprecherin.

Das dauerhafte Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket aus dem vergangenen Sommer kostet in der Regel 49 Euro im Monat. Es kann bundesweit im Nah- und Regionalverkehr in der 2. Klasse genutzt werden. Das sind Busse, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen, S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpress-Züge. Der Fernverkehr, also etwa ICE-, IC- und EC-Züge und Fahrten privater Anbieter, sind wie beim 9-Euro-Ticket meist ausgeschlossen. Kinder unter sechs Jahren können beim Deutschlandticket mitgenommen werden. Ältere Kinder brauchen eine eigene Fahrkarte.

Das Deutschlandticket ist ein Abonnement, das monatlich kündbar ist. Es ist an eine Person gebunden und kann auf dem Handy genutzt oder in Form einer Chipkarte bestellt werden. Ein Kauf an Automaten ist nicht möglich. Unter anderem gibt es Jobticket-Varianten des Deutschlandtickets.

Zum Start hatten laut Hochrechnung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen bundesweit weit mehr als drei Millionen Menschen den neuen Fahrschein gelöst. Etwa 750.000 davon hatten bisher kein ÖPNV-Abo. Allein in Dortmund seien weit mehr als 11.000 neue Abonnenten - Stand Freitagmittag - hinzugekommen, berichtete der DSW21-Sprecher am Montag. Zudem hätten sich unter den gut 40.000 bestehenden Abo-Kunden rund 90 Prozent für eine Umstellung ihres bisherigen Abos auf das Deutschlandticket entschieden. Auch kurz vor dem Start hätten sich übers Wochenende noch viele damit eingedeckt. Die genaue Zahl liege noch nicht vor.

Das Deutschlandticket ist nicht mit dem Einsatz zusätzlicher Busse und Bahnen oder zusätzlichen Personals verbunden. Der Fahrgastverbandes Pro Bahn NRW rechnete an Wochenenden und Feiertagen mit vollen Regionalzügen. Besonders in Regionalzügen mit einer langen Fahrstrecke könnte es in diesem Sommer wieder voll werden. Allerdings sei nicht mit einem ähnlich großen Andrang von Fahrgästen wie beim 9-Euro-Ticket zu rechnen.

In NRW sind Zusatzregelungen geplant oder bereits gültig. So ist im Bundesland beim Deutschlandticket die kostenfreie Mitnahme von Hunden möglich. Zum 1. Juli ist ein Zusatzticket für die 1. Klasse für 69 Euro im Monat vorgesehen, das aber nur in NRW gelten wird. Außerdem ist ein NRW-weit gültiges Sozialticket geplant. Schülern soll ebenfalls ein Angebot für NRW-weite Fahrten gemacht werden. Starttermine gibt es noch nicht.

Fahrräder können mit dem Deutschlandticket nicht kostenlos mitgenommen werden. Es muss wie beim 9-Euro-Ticket eine Zusatzkarte gelöst werden. Auch gibt es keine Mitnahmegarantie für Fahrräder, wenn der Zug voll ist. Zum 1. Juli soll als Ergänzung zum Deutschlandticket ein NRW-weit geltendes Fahrrad-Monatsabo zum Preis von 39 Euro angeboten werden.

© dpa
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