Bayer mit Azmoun nach München: «Unterstützen ihn»

Der iranische Fußball-Nationalspieler Sardar Azmoun ist nach seiner scharfen Kritik an das Regime in seinem Heimatland nach Leverkusen zurückgekehrt und steht im Aufgebot für die Bundesligapartie beim FC Bayern München am Freitag (20.30/DAZN). Dies bestätigte Bayer-Trainer Gerardo Seoane am Donnerstag. «Dieses Thema hat große Wellen geschlagen. Er ist ein großes Vorbild in seinem Engagement und seinem Verhalten. Es ist nun auch an uns, einen Arm um ihn zu legen und ihn mitzunehmen in dieser schwierigen Situation», sagte der Coach. Azmoun erhalte alle Unterstützung, um den Kopf freizubekommen. Für das Spiel in München stehe er zur Verfügung. Er will auch unbedingt mitkommen, sagte Seoane.
Sardar Azmoun von Bayer Leverkusen jubelt nach einem Treffer. © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Der 27-jährige Iraner hatte nach dem Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini und weiteren bei Unruhen ums Leben gekommen Menschen das Regime in den sozialen Medien angegriffen. Amini soll wegen eines angeblich zu locker sitzenden Kopftuchs inhaftiert worden sein und starb im Gefängnis. «Wegen der Regeln der Nationalmannschaft durften wir bis zum Abschluss unseres Trainingslagers nichts sagen, aber ich kann kein Schweigen mehr ertragen. Schmeißt mich raus. Wenn dadurch ein Haar einer iranischen Frau gerettet wird, hat es sich gelohnt. Schämt euch, die ihr Menschen so leicht tötet. Lang leben die iranischen Frauen», schrieb der 27-Jährige auf Instagram.

Azmoun droht nun wohl der Ausschluss aus der Nationalelf, womit er die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar verpassen würde.

© dpa
Weitere News
Top News
Internet news & surftipps
Netflix: Doku über Harry und Meghan: Eine Eskalation in sechs Teilen
Sport news
NHL: Kantersieg für Oilers - Sabres gewinnen gegen Blue Jackets
Internet news & surftipps
USA: «Trojanisches Pferd»: Indiana reicht Klagen gegen Tiktok ein
Musik news
Kultur: Benefizkonzert in Hamburg für den Nachwuchs
Internet news & surftipps
Politik: Meta untersagt Diskussion strittiger Themen am Arbeitsplatz
People news
Leute: Komiker Roberto Benigni bei Papst Franziskus
Familie
Energiespartipp: In der Weihnachtsbäckerei: Den Ofen effizienter nutzen
Auto news
Kein Versicherungsschutz: Vorsicht bei Hoverboards und Co.
Empfehlungen der Redaktion
1. bundesliga
Bundesliga: Bayer mit Azmoun nach München: «Unterstützen ihn»
Wm gruppe b
Fußball-WM: Leverkusens Sardar Azmoun in Irans WM-Kader
Regional hamburg & schleswig holstein
Medienberichte: Ehemaliger HSV-Profi Mahdavikia kündigt Trainerjob in Iran
Sport news
Proteste im Iran: Ehemaliger iranischer Nationalspieler Mahini festgenommen
Fußball news
Nach Tod von Mahsa Amini: Sorge vor Protesten: Keine Zuschauer in Irans Fußball-Liga
Wm news
Fußball-Weltmeisterschaft: Katar, Iran, Kanada und Co.: Die Außenseiter der WM
Ausland
Proteste: Iranische Nationalspieler «auf der Seite des Volkes»
Ausland
Menschenrechte: Sicherheitskräfte im Iran gehen mit Gewalt an Elite-Uni vor