Erstes schwarz-grünes Kabinett startet

Das neue schwarz-grüne Landeskabinett des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) hat am Donnerstag erstmals getagt. Schauplatz für den historischen Moment war das Düsseldorfer Ständehaus, das einst Sitz des Landtags war und heute das Kunstmuseum K 21 beherbergt. Direkt im Anschluss erhielten die Staatssekretäre ihre Ernennungsurkunden.
Das neue Landeskabinett für Nordrhein-Westfalen steht für ein Gruppenfoto zusammen. © Marius Becker/dpa

Die sechs Ministerinnen und Minister von CDU und Grünen waren bereits am Mittwoch ernannt und im Landtag vereidigt worden. Das neue Kabinett ist deutlich jünger und weiblicher als das schwarz-gelbe zuvor. Nach Angaben der Staatskanzlei hat sich der Altersdurchschnitt um 8,5 Jahre auf nun 50 Jahre gesenkt. Zudem habe es in einem nordrhein-westfälischen Kabinett noch nie so viele Ministerinnen gegeben, teilte ein Sprecher mit. Paritätisch besetzt sei zuvor nur das erste Kabinett von Ex-Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD) gewesen - wenn man sie selbst mitzähle.

Die neue Schulministerin Dorothee Feller (CDU), die ein besonders kritisch beobachtetes Ressort übernommen hat, kündigte an, direkt die Ärmel hochzukrempeln: «Die Arbeit beginnt noch heute», ließ sie mitteilen. «Die Schule ist einer der wichtigsten Lebensabschnitte im Leben eines jeden Menschen», betonte die 56-jährige, die zuvor Regierungspräsidentin von Münster war. «Ich bin mir der großen Verantwortung dieses Amtes bewusst.»

In den kommenden Wochen geht es darum, die Schulen in Nordrhein-Westfalen gut auf den Start ins neue Schuljahr vorzubereiten. «Die Pandemie und die Folgen des Angriffskrieges gegen die Ukraine werden uns weiter herausfordern», stellte Feller fest.

«Wir wollen unsere Schulen in den kommenden Jahren unterstützen und entlasten, damit sie sich mit voller Kraft um unsere Schülerinnen und Schüler kümmern können.» Erste Pflöcke seien mit dem Koalitionsvertrag eingeschlagen worden mit 10 000 zusätzlichen Lehrkräften bis zum Ende der Wahlperiode 2027 und der stufenweisen, schulformübergreifenden Angleichung der Eingangsbesoldung für alle.

© dpa
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