Akkuprobleme bei Bodycams: Ein Drittel der Geräte betroffen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen muss derzeit auf etwa ein Drittel ihrer Bodycams verzichten, weil diese Probleme mit dem Akku haben. Die auffälligen Akkus würden nun sukzessive ausgetauscht, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag mit. Beeinträchtigt oder defekt sind die rund 3000 Geräte demnach an sich nicht. Zuvor hatte der «Express» darüber berichtet.
Eine neue Bodycam wird bei der Vorstellung des Systems vor einem Polizeiauto gehalten. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die Probleme waren laut Ministerium durch eine Information der Polizei Baden-Württemberg bekannt geworden. Die betroffenen Akkus blähen sich demnach leicht auf, wodurch ein «ein sehr kleiner Spalt zwischen der Kamera und der Trägerplatte» entsteht. Die Überprüfung habe bislang ergeben, dass rund ein Drittel der Geräte betroffen seien, teilte der Ministeriumssprecher mit. Die Lieferzeit der neuen Akkus betrage laut Herstellerangaben vier bis sechs Wochen.

Die Polizei in NRW ist mit rund 9000 Bodycams ausgerüstet. Es sei nicht bekannt, dass es in Polizeibehörden zu Engpässen gekommen sei, sagte der Ministeriumssprecher. Sollte eine einzelne Behörde zu wenige haben, gäbe es einen landesweiten Ausgleich.

Das Landesamt für Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW hatte alle Polizeibehörden im Land demnach am 10. August über die Probleme informiert - also zwei Tage nach dem tödlichen Polizeieinsatz in Dortmund, bei dem ein 16-Jähriger von fünf Schüssen aus einer Polizei-Maschinenpistole getötet wurde.

Dabei waren die Bodycams nicht eingeschaltet. Der Grund dafür war laut Ermittlerkreisen aber, dass der Einsatz zunächst nicht für eine Bodycam geeignet war - da der Jugendliche sich mit dem Messer augenscheinlich umbringen wollte. Als die Situation kippte und er mit dem Messer auf die Polizisten zuging, wurde die Lage für die Beamten binnen Sekunden demnach so stressig, dass keiner an die Bodycam gedacht habe. Laut Innenministerium gestattet ein Dienstanweisung der NRW-Polizei das Filmen «höchstpersönlicher Lebenssachverhalte» nicht.

© dpa
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