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Pilotprojekt an Kläranlage: E-Fuels aus CO2 und Wasserstoff

In Bottrop geht ein Pilotprojekt zur Gewinnung von grünem Kraftstoff an den Start. An einer Kläranlage. Vom Bundesverkehrsministerium kommen Fördermillionen.
E-Fuel Pilotprojekt an Kläranlage Bottrop
Blick auf die Kläranlage Bottrop. © Roland Weihrauch/dpa

In einem Pilotprojekt soll an der Kläranlage in Bottrop die Herstellung von grünem Kraftstoff auf Basis von CO2 und Wasserstoff getestet werden. Dazu sei der Bau einer Demonstrationsanlage geplant, berichtete die Emschergenossenschaft als Betreiberin der Kläranlage. Die Idee hinter dem Vorhaben: Kläranlagen verbrauchen nicht nur viel Energie, sie produzieren auch regenerative Energie, die nun zur Produktion von E-Fuels genutzt werden soll.

Im Klärprozess fällt eine große Menge Kohlendioxid (CO2) an, wie ein Sprecher der Emschergenossenschaft erläuterte. Zudem produziere der Wasserwirtschaftsverband im Rahmen seiner Eigenenergieerzeugung auf der Kläranlage einen Überschuss an grünem Strom, der sich zu Wasserstoff umwandeln lasse. Ziel des Projekts sei, damit speicherbares Methanol zu produzieren.

Die Testanlage soll aus den drei Komponenten CO2-Abscheidung, Stoffumwandlung (Elektrolyse) und Methanol-Synthese bestehen. Das Bundesverkehrsministerium fördert das Vorhaben eines Konsortiums aus mehreren Partnern mit rund 12,5 Millionen Euro für drei Jahre.

Die Kläranlage in Bottrop ist laut Betreiberin Deutschlands erste völlig energieautarke Großkläranlage. Die Herstellung des E-Sprits soll den Angaben zufolge strombasiert erfolgen: Die Kläranlage verfüge über einen dynamischen Strom- und Wärmehaushalt, der für den Energiebedarf der geplanten E-Methanolanlage genutzt werden könne.

Die Planungsphase sei bereits im Sommer angelaufen, schilderte ein Sprecher. Als zweiter Schritt sei für den Sommer 2024 der Baubeginn angestrebt. Mitte 2025 solle dann der einjährige Probebetrieb starten. Das Ganze werde wissenschaftlich begleitet. Gelinge die Produktion des methanolbasierten E-Sprits, könnte das Verfahren womöglich auch in anderen Großkläranlagen zur Anwendung kommen.

Profitieren könnten Bereiche, die noch nicht auf E-Mobilität umgestellt seien - im Lastwagenfern-, Flug- oder auch Schiffsverkehr. Grünes Methanol sei auch geeignet, die Abhängigkeit der Chemieindustrie von fossilen Rohstoffen zu verringern, hieß es zudem in einer Mitteilung des Verbands.

© dpa
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