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Party mit Beigeschmack: FCK-Protest gegen 3:4-Spiel offen

Im ersten Gratisspiel des Projekts «Fortuna für alle», wird den Zuschauern viel geboten. Allerdings könnte es noch zum Protest gegen das 4:3-Spektakel der Düsseldorfer kommen.
Fortuna Düsseldorf - 1. FC Kaiserslautern
Die Düsseldorfer Fans feiern ihre Mannschaft nach dem 4:3 Sieg. © Roland Weihrauch/dpa

Für Fortuna Düsseldorf wäre es der perfekte Fußball-Abend gewesen, hätte es den Flaschenwurf in der 32. Minute des Sieben-Tore-Spektakels beim 4:3 (1:3) gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht gegeben. Die irre Aufholjagd nach einem 0:3-Rückstand dürfte beim ersten Gratisspiel des mutigen Sponsorenprojekts neue Fans und potenzielle neue Partner emotionalisiert haben. Doch wegen eines unschönen Vorfalls nach dem dritten Gegentor drohen noch empfindliche Konsequenzen.

Düsseldorfs Sport-Vorstand Klaus Allofs sprach von einer «völligen Unsinnigkeit dieser Handlung», als er auf den Zwischenfall angesprochen wurde, nachdem das Zweitliga-Spitzenspiel am Samstagabend drehte. FCK-Stürmer Ragnar Ache, der später wegen einer Bänderverletzung ausgewechselt werden musste, war von einer Plastikflasche getroffen worden, konnte aber zunächst weiterspielen.

Anders als nach dem Bierbecherwurf im März 2018 beim VfL Bochum gegen Borussia Mönchengladbach auf den Linienrichter in einem Bundesligaspiel wurde die Partie fortgesetzt. Damals war die Partie im Anschluss 2:0 für die Gladbacher gewertet worden. «Er hat weitergespielt, von daher ist das hier wohl kein Thema», sagte Allofs nun.

Indes ist noch offen, ob die Lauterer Protest gegen die Wertung des Spiels einlegen. Nach dem 3:4 war zu hören, dass der FCK die Bilder des Vorfalls in Ruhe auswerten will. Man halte sich alles offen. Kaiserslauterns Trainer Dirk Schuster ließ aber durchblicken, dass er die Leistung der Fortuna anerkenne: «Tatsache ist, dass wir auf dem Platz sportlich verloren haben. Alles andere müssen andere Personen klären.»

Für die Fortuna war es ansonsten die perfekte Dramaturgie im ersten Gratisspiel des Projekts «Fortuna für alle». Über fünf Jahre soll der Zweitligist rund 40 Millionen Euro erhalten, um pro Saison drei Heimspiele auszutragen, in denen dem Publikum freier Eintritt gewährt wird. Ziel ist es, dafür den Sponsorenpool zu erweitern und mehr Freispiele anbieten zu können. Organisatorisch schien die Premiere des mutigen Projekts ein voller Erfolg gewesen zu sein.

52.000 Zuschauer im voll besetzten Stadion sahen das Spektakel. «Das ist ein Abend für die Geschichtsbücher», befand Fortuna-Keeper und Kapitän Florian Kastenmeier. «Lob an alle, dass auch alle wirklich gekommen sind und die Bude voll gemacht haben. Und ein geiles Gefühl auf den Platz übertragen haben. Das ist ein geiler Abend heute.» Wenn da die Sache mit dem möglichen Protest Kaiserslauterns nicht wäre.

© dpa
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