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Neue Ingewahrsamnahmen und weiter Schutz für Kölner Dom

Die Silvesternacht ist vorüber - und am Kölner Dom haben sich die Befürchtungen eines Anschlagsszenarios nicht bewahrheitet. Kurz vor dem Jahreswechsel nahm die Polizei drei weitere Verdächtige in Gewahrsam. Sie will weiterhin Präsenz zeigen.
Dom in Köln
Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Dom. © Oliver Berg/dpa

Im Zusammenhang mit dem Terroralarm für den Kölner Dom bleibt die Polizei auch nach der Ingewahrsamnahme weiterer Verdächtiger wachsam. Bis auf weiteres soll die Kathedrale am Rhein von Beamten beschützt werden. «Es wird weiter Sicherheitskontrollen geben am Dom», sagte ein Sprecher am Montag. «Wie lange diese Maßnahme aufrechterhalten wird, ist jetzt aktuell in der Prüfung.» Die Silvesternacht, auf die sich die Polizei wegen Hinweisen auf einen möglichen islamistischen Anschlagsplan mit vielen Beamten vorbereitet hatte, verlief unterdessen ohne Zwischenfälle.

Rund um den Dom in Köln gelten bereits seit Weihnachten massiv verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Die Hinweise auf ein mögliches Anschlagsszenario waren kurz zuvor eingegangen. Nach Angaben der Kölner Polizei hatten sie sich auf Silvester und den Jahreswechsel bezogen. An Heiligabend hatten Einsatzkräfte zunächst einen 30 Jahre alten Tadschiken in Wesel «zur Gefahrenabwehr» in Gewahrsam genommen.

Am Silvesterabend erklärte die Polizei dann, dass drei weitere Verdächtige festgesetzt worden seien - und zwar in Duisburg, Herne und in Nörvenich im Kreis Düren. Ein Anschlag habe mit einem Auto verübt werden sollen, sagte der Kölner Polizeipräsident Johannes Hermanns. Nach ersten Angaben wurde bei den Durchsuchungen allerdings nichts gefunden, was «auf einen unmittelbaren» Anschlag hindeutete. Nach Angaben von Einsatzleiter Frank Wißbaum wurde in den Stunden vor dem Jahreswechsel auch die Tiefgarage unter dem Dom durchsucht - dabei sei aber nichts gefunden worden.

Die drei Verdächtigen wurden in Gewahrsam genommen. Es habe sich herausgestellt, dass der 30 Jahre alte Tadschike Teil eines größeren Netzwerkes sei, das sich auch auf andere Bundesländer und andere europäische Staaten erstrecke, so die Polizei. Sie sprach von einem «Geflecht von Menschen aus Zentralasien». Nähere Angaben zu den Verdächtigen gab es zunächst nicht. Während der 30-Jährige bis zum 7. Januar in einen sogenannten Langzeitgewahrsam genommen wurde, war zunächst noch unklar, ob diese Maßnahme auch für die drei anderen Menschen angestrebt wurde.

Die Silvesternacht blieb am Kölner Dom ohne größere Zwischenfälle. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zelebrierte mit Gläubigen unter massivem Polizeischutz eine Messe zum Jahresabschluss. Die Gottesdienstteilnehmer mussten zunächst durch eine Sicherheitsschleuse in Zelten, die vor dem Hauptportal aufgestellt waren. Große Taschen oder Laptops durften nicht mit in den Dom genommen werden.

«Ich danke unseren Sicherheitskräften, die schon in den Tagen vor Weihnachten damit begonnen haben, diese Kathedrale zu schützen und auch uns zu schützen, damit wir Gottesdienst feiern können und das Grundrecht der freien Religionsausübung auch in unserem Land weiter gewährleistet bleibt», sagte Woelki zu Beginn der Messe.

© dpa
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