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Mordanschlag auf Lehrer geplant: Freispruch bestätigt

Ein heute 23-jähriger Mann war 2019 an einem geplanten Mordanschlag auf einen Dortmunder Lehrer beteiligt. Auch ein zweiter Prozess vor dem Landgericht endete nun ohne Strafe.
Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Viereinhalb Jahre nach einem geplanten Mordanschlag auf einen Dortmunder Lehrer hat das Landgericht einen der Beteiligten erneut freigesprochen. Schon in einem ersten Prozess Mitte 2020 hatte die Jugendkammer des Landgerichts keine Strafe verhängt, weil der Jugendliche ihrer Ansicht nach freiwillig und damit strafbefreiend vom Mordversuch zurückgetreten war. Nachdem der Bundesgerichtshof den Freispruch in der Revision aufgehoben hatte, musste nun eine andere Jugendkammer erneut über den Fall verhandeln. Am Montag verkündeten auch diese Richter einen Freispruch.

Im Mai 2019 soll ein damals 16 Jahre alter Dortmunder Schüler beschlossen haben, einen seiner Lehrer umzubringen. Das Landgericht kam im ersten Prozess zu dem Schluss, dass der Jugendliche den Pädagogen für seine schlechten Noten verantwortlich machte und fürchtete, Stress mit seinem Vater zu bekommen, falls er ein zu schlechtes Zeugnis nach Hause bringen würde. Der 16-Jährige soll deshalb zwei Freunde überredet haben, sich an der Tat zu beteiligen. Einer sollte in einem unübersichtlichen Garagenhof der Schule einen medizinischen Notfall vortäuschen. Die beiden anderen - darunter der jetzt freigesprochene junge Mann - wollten warten, bis sich der Lehrer über den vermeintlich kranken Schüler beugte und dann mit Hämmern zuschlagen.

Tatsächlich fiel der Lehrer damals auf den Hinterhalt herein. Letztendlich schlug aber keiner der Schüler zu. Die Richter gehen davon aus, dass der nun erneut freigesprochene 23-Jährige die Tat unmöglich gemacht hat, indem er freiwillig seinen Hammer in die Hose rutschen ließ. Er habe sich darauf verlassen können, dass in diesem Fall auch der andere Schüler nicht mehr zuschlagen würde, hieß es zur Urteilsbegründung.

Der damals 16-jährige Initiator des Plans war im Sommer 2020 wegen versuchten Mordes zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Der Schüler, der sich krank gestellt hatte, hatte einen mehrwöchigen Dauerarrest erhalten.

© dpa
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