«Unvergessliche Momente»: Harry und Meghan in Düsseldorf

Herzog und Herzogin ganz volksnah: Prinz Harry und seine Frau Meghan haben in Düsseldorf Hände geschüttelt, Selfies gemacht und mit den Menschen gesprochen. Der Anlass des Besuchs ist für den Prinzen eine Herzensangelegenheit.
Menschen warten auf die Ankunft des britischen Prinz Harry und seiner Frau Meghan am Rathaus. © Rolf Vennenbernd/dpa

Der britische Prinz Harry verspricht für das kommende Jahr «unvergessliche Momente» bei den Invictus Games in Düsseldorf. Zusammen mit seiner Frau Meghan besuchte der Enkel von Queen Elizabeth am Dienstag die NRW-Landeshauptstadt, die das Sportfestival für kriegsversehrte Athleten im September 2023 ausrichten will.

«Ich bin überaus beeindruckt von allem, was ich bisher gesehen habe», lobte Harry die Vorbereitungen bei einer Pressekonferenz in der Merkur Spiel-Arena, in der die meisten Wettkämpfe ausgetragen werden sollen. Düsseldorf sei eine «wundervolle Stadt, ein großartiger Austragungsort mit einer pulsierenden Atmosphäre und tollen Menschen». Er sei der Stadt Düsseldorf, der Bundeswehr und allen anderen Beteiligten «auf ewig dankbar» für ihren Einsatz.

Ausführlich beschrieb Harry die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten, die so viel für die Verteidigung der Demokratie und der bürgerlichen Freiheiten gegeben hätten. «Sie sind meine Vorbilder», sagte Harry. Und deshalb verdienten es diese Athleten, einmal so umjubelt zu werden wie große Fußballstars. «Die Spiele sind für sie.»

Im Rathaus startete das offizielle Programm von Herzogin und Herzog: Beide trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein, wurden von prominenten Gästen empfangen, und Harry hielt eine kurze Rede. Im Anschluss nahmen sich die beiden noch viel Zeit für die wartenden Fans, sprachen mit den Menschen, schüttelnden Hände und gaben Autogramme. «Meghan hat meine Blumen genommen und sogar nach meinem Namen gefragt», sagte Alina (24) aus Ratingen.

Harry und Meghan zeigten sich dabei nicht nur volksnah, sondern auch recht leger: Meghan trug ein weißes geripptes Neckholder-Top und eine beige weite Hose. Harry kam im grauen Anzug, verzichtete allerdings auf eine Krawatte. Die Invictus Games sind eine Herzensangelegenheit für den Prinzen und Termine in diesem Zusammenhang eine der wenigen Gelegenheiten, zu denen er und seine Frau noch öffentlich auftreten.

Unter den Gästen im Rathaus war auch die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie sei erfreut, «weil der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages unter unserer Federführung erreicht hat, dass die Invictus Games nach Deutschland kommen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das sei ein langer Prozess gewesen. Und es sei eine große Freude, dass ihre Heimatstadt Düsseldorf die Wettkämpfe im kommenden Jahr ausrichten könne. «Dass Prinz Harry Schirmherr ist, ist für die Soldatinnen und Soldaten superwichtig. Dass er jetzt kommt, ist natürlich erfreulich.»

Nach dem Empfang im Rathaus machten Harry und Meghan eine einstündige Schifffahrt auf dem Rhein. Im Vordergrund standen dabei Gespräche mit Invictus-Games-Teilnehmern und freiwilligen Helfern der Spiele. Mit an Bord waren sowohl deutsche Teilnehmer der diesjährigen Invictus Games in Den Haag als auch Bundeswehrsoldaten, die für die Teilnahme 2023 in Düsseldorf infrage kommen. Laut Bundeswehrvertretern war es Harry wichtig, auch Angehörige der Soldaten einzuladen und zu würdigen.

Harry war als junger Mann selbst in einem Krisengebiet in Afghanistan eingesetzt. Als die britische Presse von dem Einsatz erfuhr und entsprechend berichtete, wurde er aus Sicherheitsgründen abgezogen. In der Maschine, mit der er nach England zurückflog, befand sich auch ein Soldat, der bei einer Patrouille durch einen Bombenangriff einen Arm und ein Bein verloren hatte. Diese und andere Begegnungen sollen entscheidend dazu beigetragen haben, dass Harry die Invictus Games mit initiierte.

Die ersten Spiele wurden 2014 in London abgehalten. Es folgten 2016 Orlando, 2017 Toronto, 2018 Sydney und dieses Jahr Den Haag. 2023 nun kommt mit Düsseldorf erstmals eine deutsche Stadt zum Zug. Dabei hat das Thema durch den Krieg in der Ukraine eine bedrückende Aktualität gewonnen.

© dpa
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