Ermittlungen: Zwei Feuer in Asylunterkunft mit Verletzten

Zweimal kurz hintereinander wird die Feuerwehr in Langenfeld zur Asylbewerberunterkunft gerufen. Beim zweiten Mal brennt es heftig. Flammen schlagen aus den Fenstern. Ein Mensch springt aus dem Fenster, um sich zu retten. Warum brachen die Feuer aus?
Auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr leuchtet ein Blaulicht. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Nach zwei Bränden in nur 90 Minuten in einem Gebäudekomplex der städtischen Asylbewerberunterkunft in Langenfeld bei Düsseldorf mit mehreren Verletzten ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Die Brandursachen sind nach Angaben der Polizei von Sonntag noch unklar, sagte eine Sprecherin der Kreispolizeibehörde Mettmann der Deutschen Presse-Agentur. So werde auch Brandstiftung in Betracht gezogen. Hinweise auf einen Anschlag gebe es bisher aber nicht.

In der Asylbewerberunterkunft hat es nach Angaben der Feuerwehr am späten Freitagabend binnen 90 Minuten in zwei verschiedenen Gebäuden je einmal gebrannt. Beim zweiten heftigen Feuer wurde laut Polizei eine Person verletzt, die sich mit einem Sprung aus dem ersten Stock vor den Flammen retten wollte. Die Feuerwehr Langenfeld berichtete von drei Verletzten bei dem zweiten Feuer. Zwei Leichtverletzte und eine mittelschwer verletzte Person seien nach der Sichtung durch den Notarzt zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Feuerwehr Langenfeld wurde beim ersten Einsatz um 21.48 Uhr über die Brandmeldeanlage in einem Nebengebäude der städtischen Unterkunft alarmiert. Eine Matratze brannte, die vor Eintreffen der Feuerwehr schon gelöscht worden sei. Um 23.17 Uhr sei die Feuerwehr erneut zu der Flüchtlingsunterkunft gerufen worden. Bei ihrem Eintreffen sahen die ersten Rettungskräfte Feuer aus mehreren Fenstern im Obergeschoss eines anderen Gebäudes schlagen, wie die Feuerwehr schilderte. Das Feuer hatte demnach dort schon auf den Dachstuhl übergegriffen. Mit zwei Drehleitern hätten die Einsatzkräfte Schlimmeres verhindert.

Das durch Feuer und Rauch beschädigte Gebäude ist nach Angaben der Behörden vorerst nicht mehr bewohnbar. Laut Feuerwehr sind weitere 57 Bewohner des Gebäudes, die nicht verletzt worden, davon betroffen. Sie seien in freien Unterkünften in umliegenden Gebäuden der Liegenschaft untergebracht worden. An der Brandstelle waren mehr als 135 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz dauerte mehr als drei Stunden.

© dpa
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