Ausschuss an Talbrücke Rahmede: Sperrung nervenzehrend

Der Verkehrsausschuss des NRW-Landtags hat bei einer auswärtigen Sitzung in Lüdenscheid und einem Ortstermin an der maroden A45-Talbrücke Rahmede Solidarität mit der belasteten Region gezeigt. Mit dem Besuch wolle man ein Zeichen setzen, «wie wichtig uns das Projekt Rahmede-Talbrücke ist», sagte der Ausschussvorsitzende Matthias Goeken (CDU) am Mittwoch laut Mitteilung. Man werde sich weiter «im Sinne der Menschen, die hier leben, und der heimischen Wirtschaft nach Kräften einbringen».
Baumaschinen bereiten den Untergrund unter der baufälligen Talbrücke Rahmede für die Sprengung vor. © Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Seit dem 2. Dezember 2021 ist die Brücke gesperrt, die bundesweit wichtige Nord-Süd-Achse unterbrochen. Anwohner, Pendler, Beschäftigte und Unternehmen in der Sauerlandstadt und der angrenzenden Region klagen über erhebliche Beeinträchtigungen. Viele Tausend Fahrzeuge werden täglich auch durch die Stadt umgeleitet, es kommt zu massiven Staus und wirtschaftlichen Einbrüchen wegen Lieferproblemen und der Abwanderung von Arbeitskräften.

«Die Folgen der Sperrung, das wissen wir alle, sind für die ganze Region nervenzehrend», betonte Goeken. Der Landtag habe zwar keine unmittelbare Zuständigkeit für die A45 als Bundesautobahn und daher wenig Einfluss auf eine Beschleunigung des jetzigen Planungsverfahrens. Dennoch begleite man den Prozess «politisch intensiv». Am kommenden Montag wird Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in Lüdenscheid erwartet.

Die SPD verlangte von der Landesregierung ein Durchfahrverbot für den überregionalen Schwerlastverkehr, um Anwohner in Lüdenscheid zu entlasten. Die Rahmede-Brücke müsse eine Warnung für das ganze Land sein. «Die Brücken bleiben die Achillesferse der Straßen in NRW», sagte der Lüdenscheider SPD-Abgeordnete Gordan Dudas. Die schwarz-grüne Landesregierung und Bund sollten einen Brücken-Masterplan vorantreiben, um den Zustand der einzelnen Brücken im Land offenzulegen und aufzuzeigen, welche Arbeiten zu planen sind.

© dpa
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