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Leerer Castor-Behälter fährt nach Ahaus

Um den Ablauf möglicher Transporte radioaktiver Abfälle zu testen, ist am Dienstagabend in Jülich ein leerer Castor-Behälter in das westfälische Ahaus gestartet. Der Konvoi verließ gegen 22 Uhr planmäßig das Gelände der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN), wie deren Sprecher auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Transport soll in der Nacht zum Mittwoch ankommen. Als Schwertransport darf er nur in der Nacht auf die Straße.
Leerer Castor-Behälter auf Probefahrt
Die Polizei begleitet einen leeren Castor-Transporter von Jülich zum Endlager in Ahaus. © David Young/dpa

Die 170 Kilometer lange Strecke führt nach Ahaus im Norden des Münsterlandes zum dortigen Zwischenlager für radioaktive Abfälle. Der Transport mit dem leeren Castor-Behälter wird von der NRW-Atomaufsicht und Sachverständigen begutachtet. Sie sollen bei dieser sogenannten «Kalthandhabung» den sachgerechten Umgang bei der Beladung in Jülich sowie die Entladung in Ahaus überprüfen.

In Jülich lagern rund 300.000 Brennelement-Kugeln in 152 Castor-Behältern. Sie stammen aus einem früheren Versuchsreaktor. Die Bundesministerien für Forschung, Umwelt und Finanzen wollen den radioaktiven Abfall nach Ahaus bringen. Die nordrhein-westfälische schwarz-grüne Landesregierung möchte weitere Atomtransporte vermeiden und die Brennelement-Kugeln in Jülich lassen. Dazu müsste vor Ort ein neues Zwischenlager errichtet werden.

Der Probe-Transport des Castor-Behälters ist der zweite innerhalb kurzer Zeit. Anfang November war eine erste Fahrt nach gut vier Stunden ohne Störungen zu Ende gegangen.

Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) hat 400 Mitarbeiter und den Auftrag, stillgelegte nukleare Anlagen in Jülich zurückzubauen. Dazu gehören beispielsweise ein Versuchs- und ein Forschungsreaktor der früheren Kernforschungsanlage Jülich.

© dpa
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