CDU setzt nach Erfolg von Schleswig-Holstein auf Sieg in NRW

Die CDU setzt nach ihrem haushohen Wahlsieg bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein auch auf einen Erfolg in Nordrhein-Westfalen am kommenden Sonntag. Ihr Vorsitzender Friedrich Merz sprach am Montag in Berlin von einem «überragenden Erfolg» und betonte: «Das ist Rückenwind für uns als Bundespartei, aber es ist natürlich auch Rückenwind für Nordrhein-Westfalen. Nach der Wahl ist vor der Wahl.» In NRW verbessere sich die Stimmung für die CDU kontinuierlich. Sie sei jetzt ähnlich gut wie in Schleswig-Holstein.
Daniel Günther (r, CDU) und Hendrik Wüst (CDU) sind zufrieden mit den Wahlergebnissen. © Michael Kappeler/dpa

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nannte die 43,4 Prozent der CDU in Schleswig-Holstein ein «bärenstarkes Ergebnis». Die CDU im Norden habe jetzt einen klaren Regierungsauftrag, das wolle auch er erreichen. «Darum geht es: Stärkste Kraft zu werden, einen Regierungsauftrag zu bekommen, um damit für stabile Verhältnisse auch in Nordrhein-Westfalen zu sorgen.»

Wahlsieger Daniel Günther erklärte sich den Erfolg vom Sonntag damit, dass die CDU einen klaren Kurs gefahren und die Sicherheit in den Mittelpunkt gestellt habe. Für sie habe sich die erfolgreiche Regierungsarbeit in der Jamaika-Koalition und der dort gepflegte neue Stil ausgezahlt. Die Koalitionspartner hätten sich gegenseitig Erfolge gegönnt. Bei Krisen hätten sie auch die SPD-Opposition einbezogen. Er werde jetzt Gespräche mit Grünen und FDP über eine Regierungsbildung führen.

Günther führte den Erfolg der CDU auch auf die breite Aufstellung bei der Wahl zurück. Die CDU habe ihre Liste paritätisch mit Männern und Frauen besetzt, auf ihr seien Jung und Alt vertreten gewesen. «Das zeigt: Eine CDU, die sich modern aufstellt, klare Themen auch an der Stelle vertritt, hat eben alle Chancen, auch solche Ergebnisse zu erzielen.»

Der Ministerpräsident plädierte daher für die Einführung einer Frauenquote auf Bundesebene. Er wurde darin von der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Karin Prien unterstützt. Merz legte sich dazu nicht fest, betonte aber, dass es beim derzeit niedrigen Frauenanteil in Führungspositionen nicht bleiben könne. «Ob wir das so ändern oder anders ändern, darüber diskutieren wir. Aber wir werden auf dem Bundesparteitag in Hannover Anfang September dazu eine Entscheidung treffen.»

© dpa
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