Tödlicher Einsatz in Dortmund: Außerordentliche Sitzung

Nach dem Tod eines 16-jährigen Senegalesen durch Polizeischüsse in Dortmund wird es am 23. August eine außerordentliche Sitzung des Hauptausschusses im Landtag geben. Dort soll die Landesregierung über den aktuellen Stand der Ermittlungen berichten. Die SPD-Fraktion hatte zuvor eine Sondersitzung beantragt.
An einem Zaun wird an den von der Polizei erschossenen Jugendlichen gedacht. © Gregor Bauernfeind/dpa/Archivbild

Der Hauptausschuss ist zuständig, da sich der Innenausschuss des neuen Landtags noch nicht konstituiert hat. Schon vor der Sitzung soll die Regierung einen Fragenkatalog der SPD beantworten. So will die Fraktion unter anderem wissen, ob das «Mitführen einer Maschinenpistole und ob die Abgabe von sechs Schüssen jeweils erforderlich waren».

Außerdem fragt die SPD, wieso die Taser versagt haben und ob Sonderkräfte angefordert wurden. Letztlich geht die Opposition in ihrem Fragenkatalog auch auf die ausgeschalteten Bodycams der beteiligten Beamten ein.

Der unbegleitete Flüchtling war am vorvergangenen Montag gestorben. Die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei Recklinghausen rekonstruieren die Geschehnisse. Nach bisherigem Ermittlungsstand war der 16-Jährige trotz des Einsatzes von Pfefferspray und Tasern im Innenhof einer Jugendhilfeeinrichtung mit einem Messer auf die Polizisten zugegangen. Ein zur Sicherung abgestellter Polizist hatte sechs Mal mit seiner Maschinenpistole geschossen, fünf Kugeln trafen den Jugendlichen.

Der Hauptausschuss-Vorsitzende Klaus Martin Voussem (CDU) hat das Gremium nun für kommenden Dienstag (15 Uhr) einberufen. Außer dem Punkt Dortmund sollen noch zwei weitere Themen abgehandelt werden, die der Hauptausschuss ohnehin auf dem Zettel hat.

© dpa
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