FDP folgt Einladung zu Gesprächen über NRW-Bündnis nicht

Die FDP in Nordrhein-Westfalen wird zunächst keine formalen Sondierungsgespräche mit CDU oder SPD führen, um ein mögliches Dreier-Bündnis mit den Grünen auszuloten. Zwar sei die FDP grundsätzlich «gesprächsfähig mit allen demokratischen Parteien und auch im Austausch», sagte der Generalsekretär der NRW-FDP, Moritz Körner, am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. «Formale Gespräche stehen aber nicht an, denn der Ball zur Regierungsbildung liegt bei CDU und Grünen.»
Joachim Stamp (l) Vorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen und Moritz Körner, Generalsekretär der nordrhein-westfälischen FDP. © Federico Gambarini/dpa

Die CDU hatte bereits am Montag Einladungen zu solchen Gesprächen an SPD, Grüne und FDP verschickt. Ein erster Austausch zwischen CDU und Grünen mit jeweils fünfköpfigen Delegationen war von den Spitzenkandidaten, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und der Grünen-Landesparteichefin Mona Neubaur, am Mittwoch als angenehm, offen und ehrlich bewertet worden.

Es handelte sich dabei aber noch nicht um ein offizielles Sondierungsgespräch mit fester Tagesordnung über konkrete Inhalte. Jetzt werten die Parteigremien auf beiden Seiten den Aufschlag aus und beraten, wann und wie es im Gesprächsreigen weitergehen soll. Die FDP will derzeit außerhalb informeller Einzelgespräche nicht mit Delegationen in solche Runden ziehen.

Das Ergebnis der FDP hatte sich bei der Landtagswahl am Sonntag gegenüber 2017 (12,6 Prozent) auf nur noch 5,9 Prozent halbiert. Wegen der Schwäche der Freidemokraten ist die schwarz-gelbe Landesregierung damit abgewählt worden. Die CDU ist mit 35,7 Prozent klarer Wahlsieger geworden, vor der SPD (26,7) und den Grünen, die ihr Ergebnis auf 18,2 Prozent fast verdreifachen konnten und nun in der Rolle der «Königsmacher» sind.

Rechnerisch hat Schwarz-Grün eine deutliche Mehrheit im neugewählten Landtag des bevölkerungsreichsten Bundeslandes und gilt als wahrscheinlichste Option. Es wäre die erste Koalition von CDU und Grünen in NRW. Möglich wäre aber auch eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen.

Der CDU-Landesvorstand hatte Wüst am Montag das Mandat erteilt, mit Grünen, SPD und FDP zu reden. Auch der unterlegene SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty hatte angekündigt, «zeitnah» zu solchen Gesprächen einzuladen. Die Grünen wollen sich mit beiden Seiten austauschen.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Länderspiel: Deutsche U21 verliert auch gegen England
Musik news
Song Contest: Der ESC findet 2023 in Glasgow oder Liverpool statt
Wohnen
Heizperiode beginnt: So heizt man sparsamer, ohne zu frieren
Tv & kino
Featured: Wer ist Elendil in Die Ringe der Macht? So wichtig ist die Figur für Mittelerde
Games news
Featured: Warhammer 40k: Darktide – alle spielbaren Charaktere im Überblick
Handy ratgeber & tests
Featured: Apple Watch SE 2 vs. Apple Watch SE: Diese Upgrades spendiert Apple
Handy ratgeber & tests
Featured: Apple Watch 8 vs. Galaxy Watch5: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Handy ratgeber & tests
Featured: AirPods Pro 2 vs. AirPods Pro: So hat Apple die In-Ear-Kopfhörer verbessert
Empfehlungen der Redaktion
Regional nordrhein westfalen
Landtagswahl: Parteigremien beraten nach Gesprächen zur NRW-Landtagswahl
Inland
Landtagswahl: NRW: CDU und Grüne starten Sondierungen
Regional nordrhein westfalen
Landtagswahl: CDU und Grüne äußern sich positiv nach erstem Gespräch
Inland
Landtag: Sondierungsgespräch: CDU und Grüne betonen Ernsthaftigkeit
Regional nordrhein westfalen
NRW-Landtagswahlen: CDU und Grüne Gewinner der Wahl: Schlappe für FDP
Regional nordrhein westfalen
Landtag: CDU und Grüne starten Sondierungen zu möglicher Koalition
Inland
Landtagswahl: Wüst schafft Platz 1 in NRW - SPD gibt nicht auf
Regional nordrhein westfalen
Mögliche Koalition: Erstes Treffen von CDU und Grünen nach NRW-Landtagswahl