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Krischer kündigt bei Radschnellwege-Ausbau mehr Tempo an

Es stockt beim Ausbau der Radschnellwege in NRW. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club kritisiert Stillstand. Der Verkehrsminister kündigt einen höheren Gang an.
Oliver Krischer
Landesverkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) spricht während einer Pressekonferenz. © David Young/dpa

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat mit Blick auf den kritisierten schleppenden Bau von Radschnellwegen in NRW mehr Tempo angekündigt. Der Grünen-Politiker sagte am Samstag im «Morgenecho» auf WDR 5: «Ich bin sicher, wir kriegen da jetzt einen ganz anderen Drive rein.» Der Radschnellweg RS1 von mehr als 100 Kilometern Länge sollte im Rahmen der Verkehrswende durchs Ruhrgebiet führen, laut WDR sind aber bisher nur 17 Kilometer umgesetzt - und das in Teilstücken. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) warf der Landesregierung Stillstand vor.

Krischer schilderte, bei der Ankündigung der Verbindungen 2013 habe es eine große Euphorie gegeben, dann habe man festgestellt, dass es schwieriger sei als angenommen. Er könne den Unmut der Radfahrenden gut verstehen. Der Radschnellweg als Alternative zum Auto werde unbedingt gebraucht. Gerade im Ruhrgebiet, in den Ballungsräumen, gebe es praktisch keine unbebauten und unbenutzten Schneisen, in die man Radwege legen könnte, es müsse auf vorhandene Straßen oder auch etwa auf Fußgängerzonen zurückgegriffen werden, erläuterte der Minister.

Manche Planungen seien sehr weit fortgeschritten. Es müsse nun mit hoher Priorität gearbeitet werden. Zudem sollten Zuständigkeiten besser geklärt und unterschiedliche kommunale Interessen besser zusammengebracht werden. Krischer zufolge handelt es sich teils um kommunale Planungen, teils um Landesplanungen. Er zeigte sich optimistisch, dass es 2024 und 2025 «eine Reihe von Baubeginnen» gebe werde.

Der ADFC monierte, es habe vollmundige Versprechen gegeben, es sei aber kein Fortschritt erkennbar. Das gelte nicht nur für den Schnellweg Ruhr RS1. Auch beim geplanten Radschnellweg RS6, der Köln und Frechen verbinden soll, sehe es mau aus. Bei drei weiteren Projekten gehe es ebenfalls kaum voran. «Wenn die fünf Projekte weiterhin im selben Schneckentempo der letzten zehn Jahre realisiert werden, ist mit einer Fertigstellung erst im Jahr 3013 zu rechnen», kritisierte Rebecca Heinz vom ADFC NRW laut Mitteilung.

© dpa
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