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Erzbischof von Paderborn stellt sich vor

Nach gut einem Jahr besetzt die katholische Kirche eine ihrer wichtigsten Führungspositionen neu: Den Erzbischof von Paderborn. Namen dringen wie üblich nicht nach draußen. Alle fragen sich: Geht der Neue den «Synodalen Weg» der Kirchenreform weiter?
Neuer Erzbischof von Paderborn wird bekanntgegeben
Eine Lichterkette vom Weihnachtsmarkt, strahlt vor dem Dom in Paderborn. © Guido Kirchner/dpa

Nach gut einem Jahr mit einem Stellvertreter bekommt das für die katholische Kirche wichtige Erzbistum Paderborn wieder einen Erzbischof: An diesem Samstag um zwölf Uhr wird der Name des neuen obersten Geistlichen gleichzeitig in Rom und im Paderborner Dom verkündet. Der neue Erzbischof stellt sich dann bei einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten. «Die Zeit des Wartens und Gebetes hat sich gelohnt», hieß es in der Einladung zu dem Termin.

Die Personalie war mit Spannung erwartet worden. Das Erzbistum umfasst rund 1,4 Millionen Gläubige und ist eins von bundesweit nur sieben Erzbistümern. Der Erzbischof von Paderborn nimmt damit eine der zentralen Führungspositionen in der katholischen Kirche in Deutschland ein.

Der langjährige vorherige Erzbischof, Hans-Josef Becker, war im Oktober vergangenen Jahres aus Altersgründen ausgeschieden. Becker hatte sich in kirchenpolitischen Fragen nach außen hin eher zurückgehalten. Im Inneren galt er aber als feste Stütze des synodalen Weges hin zu Reformen etwa bei der Position der Frauen und der kirchlichen Sexualmoral.

«Mit der notwendigen Sachlichkeit und vor allem dem realistischen Blick auf den Zustand der Kirche warst Du stets von der Notwendigkeit des Synodalen Weges überzeugt», hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, den ausscheidenden Becker im vergangenen Jahr gewürdigt.

Auch der Paderborner Diözesanadministrator Michael Bredeck, der das Erzbistum in der Übergangszeit geleitet hatte, galt als eher liberal. Er hatte sich im Erzbistum hohe Anerkennung erworben.

Mit Spannung wird nun verfolgt, ob der neue Erzbischof für eine Fortsetzung dieses vorsichtigen Reformkurses steht. Spekulationen über mögliche Kandidaten waren im Vorfeld kaum nach außen gedrungen.

Das Wahlverfahren ist streng geheim. Ein Gremium mit 28 Mitgliedern hatte dazu eine geheime Vorschlagsliste in Richtung Rom geschickt. Weitere Personalvorschläge konnten einige deutsche Bischöfe und Erzbischöfe laut dem sogenannten Preußenkonkordat an den Vatikan übermitteln.

Geografisch erstreckt sich das Erzbistum Paderborn von Minden im Norden bis nach Siegen im Süden und von Höxter im Osten bis nach Herne im Ruhrgebiet. Zusätzlich zu den Gebieten in Westfalen zählen Teile des Kreises Waldeck-Frankenberg (Hessen) und die Stadt Bad Pyrmont (Niedersachsen) zum Erzbistum Paderborn.

© dpa
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