Proben für den Ernstfall: NRW bei bundesweitem Warntag dabei

Zum bundesweiten Warntag an diesem Donnerstag heulen auch in Nordrhein-Westfalen ab 11.00 Uhr die Sirenen. An dem Aktionstag werden in einer gemeinsamen Übung die verschiedenen Warnmittel getestet, zu denen auch digitale Anzeigetafeln, Lautsprecherfahrzeuge, Warn-Apps oder Meldungen in Radio und im Fernsehen gehören, wie NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) mitteilte. Niemand solle in Panik verfallen, die Probewarnung diene der Sicherheit, sagte Reul vor dem zweiten Warntag. «Nur wer regelmäßig übt, weiß, welche Rädchen dann ineinandergreifen müssen und erkennt, wo es noch hakt.» Gegen 11.45 Uhr soll es eine Entwarnung geben.
Eine Sirene ist auf einem Haus installiert. © Soeren Stache/dpa/Symbolbild

Im Ernstfall sei eine optimale Bevölkerungswarnung über möglichst viele verschiedene Wege und Kanäle erforderlich. Die Flutkatastrophe vom Sommer 2021 habe gezeigt, wie wichtig das sei. Damals waren in NRW und Rheinland-Pfalz einige Menschen nicht rechtzeitig vor den herannahenden Wassermassen gewarnt worden. Teilweise wurde zu spät evakuiert, teils weigerten sich Bewohner, ihre Häuser zu verlassen, da sie das Ausmaß der Katastrophe unterschätzten. Beim ersten bundesweiten Warntag am 10. September 2020 war noch einiges schief gelaufen, das Bundesinnenministerium hatte den Probealarm damals als «fehlgeschlagen» bezeichnet.

In NRW gibt es laut Innenministerium inzwischen knapp 5700 Sirenen - 2017 seien es erst etwa 4200 gewesen. Für die Kommunen ist eine Teilnahme am Warntag freiwillig. Die NRW-Kreise beteiligen sich an der Aktion, wie der Landkreistag ankündigte. Mit dem Probealarm solle auch das Bewusstsein der Bevölkerung für die akustischen Signale gestärkt werden, damit alle im Ernstfall wüssten, was die Sirenentöne bedeuteten.

Ein an- und abschwellender Dauerton bedeute «Warnung», ein Dauerton «Entwarnung», hieß es beim kommunalen Spitzenverband, der 31 Kreise mit elf Millionen Einwohnern vertritt. Ein Dauerton, der zweimal unterbrochen werde, diene der Alarmierung der Feuerwehr.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verschickt um 11.00 Uhr über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) eine Probewarnung an alle Warnmultiplikatoren wie Rundfunk- und TV-Sender, die diese dann an die Bevölkerung weitergeben. Zudem löst das BBK (Bonn) auch direkt Warnungen aus, etwa über die Warn-App NINA. Erstmals solle zudem eine Benachrichtigung über den neuen Warnkanal Cell Broadcast getestet werden - dann direkt als Info auf viele Handys. Ältere Geräte könnten diese allerdings oft nicht empfangen.

© dpa
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