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Initiative will mehr Hilfe für Obdachlose: Demo in Dortmund

Eine Bürgerinitiative will unter dem Motto «Armut nicht bestrafen» auf die prekäre Lage obdachloser und armer Menschen hinweisen. Die Initiative hatte schon zu Jahresbeginn in einem Zeltlager mehr Hilfen gefordert.
Initiative fordert mehr Hilfe für Obdachlose
Ein Mann sitzt in der Innenstadt in einem Schlafsack im Eingang zu einem Geschäft. © Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Eine Bürgerinitiative hat auf die schwierige Lage armer und obdachloser Menschen gerade zu Beginn der wieder kälteren Jahreszeit hingewiesen. In einer Kundgebung und einem Demonstrationszug durch die Dortmunder Innenstadt am Samstagnachmittag forderte die Initiative «Schlafen statt Strafen» mehr Hilfen ein. Die Demonstration sei friedlich und ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Unter dem Motto «Armut nicht bestrafen - die Stadt gehört allen» kritisieren die Veranstalter auch eine aus ihrer Sicht unzumutbare Verdrängung von Obdachlosen aus der Innenstadt durch kommunalen Ordnungsdienst und private Sicherheitsleute.

Allein in Dortmund leben nach Schätzungen mehr als 2000 wohnungslose Menschen, eine dreistellige Zahl von ihnen auf der Straße, wie Sprecherin Anna Flaake schilderte. Von Armut seien bundesweit rund 20 Prozent der Menschen bedroht. Es brauche einen deutlichen Ausbau des kommunalen Wohnungsbaus mit Fokus auf bezahlbare Wohnungen. Notschlafstellen sollten für alle Menschen unbürokratisch und «unabhängig von Pass, Wohnsitz und Sozialhilfeberechtigung» geöffnet werden.

Obdachlosigkeit solle nicht kriminalisiert werden, verlangte die Initiative. Es dürfe «kein Vorgehen gegen obdachlose Menschen unter dem Deckmantel der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität» geben. Weil der Winter nahe, sei bei den geforderten Maßnahmen Eile geboten.

Die Initiative hatte Anfang Februar auch in einem mehr als einwöchigen Protestcamp mit Schlafzelten mehr Unterstützung für obdachlose Männer und Frauen gefordert. Notunterkünfte seien nicht für alle Menschen kostenlos zugänglich, es gebe dort oft keine Privatsphäre, die hygienischen Bedingungen seien mitunter katastrophal - und viele suchten sie nicht auf, aus Angst bestohlen zu werden.

© dpa
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