NRW bereitet Affenpocken-Impfungen ab nächster Woche vor

03.07.2022 Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko können sich in Nordrhein-Westfalen schon in wenigen Tagen gegen Affenpocken impfen lassen. Der Impfstoff werde HIV- und Infektionsambulanzen an den Universitätskliniken und entsprechenden ausgewählten Schwerpunktpraxen vom Ende kommender Woche an bereitgestellt, teilte das Gesundheitsministerium NRW am Wochenende mit. Die Kreise und kreisfreien Städte seien über die Umsetzung der geplanten Impfungen gegen das Affenpockenvirus informiert worden, hieß es.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Affenpocken-Viren, Ultradünnschnitt. © Freya Kaulbars/RKI/dpa/Symbolbild

Für die kostenfreien Impfungen stelle der Bund die Impfstoffe Jynneos und Imvanex zur Verfügung, die in Europa von der Europäischen Arzneimittelagentur (Ema) zugelassen seien und nach derzeitigem Kenntnisstand auch vor einer Affenpocken-Infektion schützten.

Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die vor allem mit Symptomen, wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie einem Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln einhergeht. Die Erkrankung wird von Mensch zu Mensch bei engem Körperkontakt - Kontakt mit Körperflüssigkeiten und den typischen Hautveränderungen - mit einer infizierten Person übertragen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt das Risiko einer Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung derzeit als gering ein. Da der Impfstoff derzeit nur begrenzt zur Verfügung stehe, müsse der Kreis der Personen, die sich impfen lassen können über die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) hinaus zunächst eingegrenzt werden, so das Ministerium.

Den Angaben zufolge können sich besonders gefährdete Personen impfen lassen. Das seien Männer mit einer hohen Anzahl an gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakten und einem hohen Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen. Die Gesundheitsämter sollen die exponierten Personen im Rahmen der Kontaktnachverfolgung darüber informieren, dass sie sich impfen lassen können, und vermitteln sie an die Impfstellen. Um Personen mit einem besonderen Ansteckungsrisiko zu erreichen, informieren auch die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW und die Aidshilfe NRW über die Impfangebote. Die Entscheidung für eine Impfung liege im Ermessen der impfenden Ärztinnen und Ärzte.

In mehreren Ländern wie den USA und Kanada ist der Impfstoff bereits für die Verwendung gegen Affenpocken zugelassen. Der Bund habe ihn zentral für Impfungen gegen Affenpocken in Deutschland beschafft. Im NRW-Impfstoffzentrallager sei bereits eine erste Lieferung von 7300 Dosen eingetroffen, hieß es weiter. 200.000 weitere Dosen sollen im dritten Quartal 2022 bereit stehen.

In medizinisch begründeten und dringenden Einzelfällen können bereits jetzt an den Unikliniken in Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Münster und Köln Impfungen gegen Affenpocken durchgeführt werden.

© dpa

Weitere News

Top News

Sport news

European Championships: Starke Nerven nach schwachem Start: Zeidler auf Kurs

Mode & beauty

Sonnenschutz: Können Haare Sonnenbrand bekommen?

Tv & kino

TV: "Der Barcelona-Krimi": Clemens Schick ermittelt wieder

People news

Prozesse: Boris Becker gegen Oliver Pocher am 15. November vor Gericht

Tv & kino

Featured: Locke & Key Staffel 4: So könnte es mit dem Schlüsseluniversum weitergehen

Auto news

Freze Froggy EV Beachster: Zugiger Zwerg

Handy ratgeber & tests

Featured: Galaxy Watch5 und Watch5 Pro: Das steckt in Samsungs neuen Wearables

Das beste netz deutschlands

Featured: Schutz vor Blitzschäden: So kannst Du Deine Technik bei Gewitter schützen

Empfehlungen der Redaktion

Regional nordrhein westfalen

Gesundheit: Ministerium: Fast 450 Affenpocken-Fälle in NRW bekannt

Regional berlin & brandenburg

Impfstart: Auslieferung des Affenpocken-Impfstoffs soll starten

Gesundheit

Imvanex: EU liefert Affenpocken-Impfstoff aus

Regional nordrhein westfalen

Gesundheit: Impfstoff gegen Affenpocken in NRW eingetroffen

Gesundheit

Entscheidung der EMA : EU-Kommission genehmigt Impfstoff gegen Affenpocken

Gesundheit

Stiko-Empfehlung: Affenpocken: Bei Impfstoffmangel zunächst eine Dosis geben

Gesundheit

Keine neue Pandemie: Affenpocken: RKI empfiehlt Isolierung von 21 Tagen

Regional berlin & brandenburg

Gesellschaft: Berlin lädt zum CSD ein: Sorgen wegen Affenpocken