Reisestress zum NRW-Ferienauftakt

Endlich Ferien! Wer am Freitag allerdings ruckzuck mit Kind und Kegel wegwollte, bekam unter Umständen einen Dämpfer - vor allem auf den Flughäfen.
Reisende stehen im Flughafen Düsseldorf in langen Warteschlangen an der Gepäckabgabe. © David Young/dpa/Archivbild

Zum Start der NRW-Herbstferien ist es am Freitag zu längeren Wartezeiten auf den Flughäfen gekommen. «Hier sind mehrere Hundert Meter Warteschlange vor der Sicherheitskontrolle», sagte Gewerkschaftssekretär Özay Tarim von Verdi zur Situation auf dem Flughafen Düsseldorf. «Nach dem Chaossommer hätten wir gedacht, wir sind viel weiter, und alle Verantwortlichen hätten das verstanden.» Normal seien eigentlich fünf bis zehn Minuten Wartezeit vor der Sicherheitskontrolle.

Der Flughafen Köln/Bonn teilte über Twitter wechselnde Wartezeiten bis zu 60 Minuten mit. «Zum Ferienstart war es heute erwartungsgemäß voller in den Terminals», sagte ein Sprecher. «Im Verlaufe des Tages kam es zeitweise auch zu längeren Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle, die sich am Nachmittag aber zusehens normalisierten. Die Prozesse im Terminal liefen insgesamt geordnet ab.» Im Sommer war es in Köln/Bonn zu Wartezeiten bis zu sieben Stunden vor der Kontrolle gekommen.

Für das Sicherheitspersonal sei es schwierig, die vielen Fluggäste zu bedienen, sagte Tarim. Verminderte Konzentrationsfähigkeit und Krankheit seien eine Folge andauernder personeller Engpässe. Von der Politik forderte er ein Umsteuern: An den Sicherheitsschleusen müssten staatliche Firmen eingesetzt werden, die attraktivere Arbeitsbedingungen böten. So eine staatliche Firma sei am Münchner Flughafen aktiv, und dort sei die Lage viel besser als in NRW.

Derzeit sind die private Sicherheitsfirma Securitas an den Sicherheitsschleusen von Köln/Bonn und die zum Dienstleistungskonzern Piepenbrock gehörende Firma DSW in Düsseldorf im Einsatz, beide im Auftrag der Bundespolizei. Den Firmen machen Personalprobleme zu schaffen. Ein Securitas-Sprecher sprach von einer weiter sehr schwierigen postpandemischen Lage an allen Flughäfen und bat Fluggäste um «etwas mehr Zeit und Geduld». Man habe zuletzt aber zusätzliches Personal einstellen können. Eine Piepenbrock-Sprecherin wollte sich nicht äußern.

Der Düsseldorfer Flughafen rechnet in den zweiwöchigen Herbstferien mit rund 1,1 Millionen Passagieren. Den stärksten Andrang wird es demnach am ersten Ferienwochenende geben, wenn voraussichtlich 268.000 Menschen den Flughafen der Landeshauptstadt nutzen werden. An den beiden darauffolgenden Wochenenden geht der Flughafen von jeweils rund 200.000 aus.

Vor dem Hintergrund langer Warteschlangen sagte Flughafenchef Thomas Schnalke, man habe sich bestmöglich auf die Ferienzeit vorbereitet. Es könne aber besonders in den Verkehrsspitzen zu Verzögerungen kommen.

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet während der Herbstferien mit rund 560.000 Fluggästen. Das sei gut ein Viertel mehr als im Vorjahr und etwa 80 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019. «Aufgrund des höheren Passagieraufkommens in den Ferien sollten Gäste ausreichend Zeit einplanen und gut vorbereitet zum Flughafen kommen», teilte der Flughafen mit. Man habe sich bestmöglich vorbereitet, hieß es auch hier. «Wir wissen aber auch, dass die nach wie vor angespannte personelle Situation im Luftverkehr und bei beteiligten Dienstleistern operative Herausforderungen mit sich bringt», sagte Flughafenchef Thilo Schmid.

Auf den NRW-Autobahnen gab es am Nachmittag nach WDR-Informationen 390 Kilometer Stau. Eine Sprecherin der Kölner Polizei sagte, nach ihrem Eindruck sei die Situation für einen Freitagnachmittag nicht ungewöhnlich.

Der Herbstferien-Auftakt fällt in diesem Jahr mit einem langen Wochenende zusammen: Am Montag ist Tag der Deutschen Einheit.

© dpa
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