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Haferdressing und Eiersalat ohne Eiweiß: Trends auf Anuga

Bei ihren Neuheiten setzen viele Aussteller auf der Messe Anuga auf Themen wie vegane Ernährung und Bio. Gleichzeitig bleibt ein Großteil der Verbraucher dem Gewohnten treu und achtet verstärkt auf den Preis. Ein Spagat für die Ernährungsbranche.
Anuga - Fachmesse für Ernährungswirtschaft
Ein haltbares Kartoffelomlett aus der Dose, steht auf dem Tisch. © Oliver Berg/dpa

Ob Suppen aus Hülsenfrüchten oder Krabbenbratlinge: Pflanzenbasierte Lebensmittel gehören zu den Trends auf der Fachmesse Anuga in Köln. «Alternative Proteine, Clean-Label-Produkte sowie Produkte mit gesundheitlichem Zusatznutzen stehen im Fokus», sagte Bastian Mingers, Leiter des Geschäftsbereichs Ernährung beim Veranstalter Koelnmesse, am Freitag. Rund 7800 Aussteller aus 118 Ländern zeigen auf der Leitmesse für die Ernährungswirtschaft von diesem Samstag an ihre Neuheiten.

Bei Verbrauchern wachse das Bewusstsein, dass die Ernährung Auswirkungen auf Umwelt, Artenvielfalt und Gesundheit habe, teilte der Handelsverband Lebensmittel (BVLH) mit. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des BVLH gaben 41 Prozent der Befragten an, sogenannte Flexitarier zu sein - also nur gelegentlich Fleisch zu essen. 9 Prozent ernähren sich demnach vegetarisch und 3 Prozent vegan. Für die Studie hatte das Forsa-Institut im August 1026 Erwachsene befragt.

Ein deutscher Hersteller bietet auf der Anuga als Alternative zu Dosen-Thunfisch ein Produkt aus Meeresalgen und pflanzlichen Proteinen an - vom Aussehen und Geruch her ist das bräunliche Gemisch kaum von echtem Thunfisch zu unterscheiden. Aus Österreich kommt ein aus Aprikosenkernen gewonnener Joghurt-Ersatz und aus der Türkei ein Mixed-Pickles-Sodagetränk, hergestellt aus fermentiertem Gurkensaft. Weitere Neuheiten sind zum Beispiel Haferdressing, Cannabis-Chips, Energy-Drinks mit Glitzer, «Eiersalat» ohne Eiweiß oder ein Kartoffel-Omelett aus der Dose.

Nur wenige Neuheiten überleben

Inwieweit es solche Produkte in die Supermarktregale und Einkaufstaschen der Verbraucher schaffen, steht auf einem anderen Blatt. «Nur etwa ein Drittel der Innovationen überlebt am Markt», sagte Stefanie Sabet, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Die Mehrheit der Verbraucher sei markentreu und ändere ihr Konsumverhalten nur langsam.

Deutsche Unternehmen haben sich laut BVE mit Investitionen und Innovationen zuletzt zurückgehalten. 2022 sei die Zahl der Markteinführungen im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent gesunken. Gründe seien unter anderem die Inflation, ein allgemeiner Konsumrückgang sowie preissensible Kunden.

Deutlich gestiegene Preise belasten seit Monaten die Verbraucherinnen und Verbraucher. Vor allem Nahrungsmittel haben sich deutlich verteuert.

Bei einer repräsentativen Studie im Auftrag des BVE gaben 69 Prozent der Befragten an, beim Kauf von Lebensmitteln und Getränken Geld zu sparen. Bei Milch und Fleisch ist demnach der Preis das wichtigste Kaufkriterium - noch vor Frische und Geschmack.

Branche verbucht preisbereinigt nur leichtes Wachstum

Bei der Anuga hoffen die deutschen Teilnehmer auf neue Impulse. Die Halbjahresbilanz der Branche fiel verhalten aus. Nach BVE-Angaben stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 12,8 Prozent auf 116,6 Milliarden Euro. Preisbereinigt gab es jedoch nur ein Wachstum von 0,3 Prozent.

Die Unternehmen sehen sich durch hohe Kosten belastet, vor allem bei Energie und Rohstoffen. Zwar seien die Agrarrohstoffpreise zuletzt wieder gesunken. Sie lägen jedoch nach wie vor deutlich über dem Vorkrisenniveau von 2019. Zur deutschen Ernährungsindustrie gehören laut BVE knapp 6000 vorwiegend klein- und mittelständisch geprägte Unternehmen mit rund 637.000 Beschäftigten.

© dpa ⁄ Petra Albers, dpa
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