Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Grünes Wachstum: RWE erhöht Ziele

Der Energieriese RWE will für den Ausbau seiner Grünstrom-Erzeugung deutlich mehr Geld in die Hand nehmen als bisher geplant. Bis 2030 sollen 55 Milliarden Euro in Windräder, Batteriespeicher, PV-Anlagen, wasserstofffähige Gaskraftwerke und Elektrolyseure fließen.
RWE
Das Logo von RWE ist an der Fassade eines Gebäudes auf dem RWE Campus in Essen zu sehen. © Fabian Strauch/dpa

Der auf erneuerbare Energien und Energiehandel konzentrierte RWE-Konzern will sein Wachstum beschleunigen und steckt sich deutlich höhere Ziele für das laufende Jahrzehnt. In den Jahren 2024 bis 2030 wolle man weltweit 55 Milliarden Euro netto investieren, teilte der Essener Konzern am Dienstag auf einem Kapitalmarkttag in London mit. Die grüne Erzeugungskapazität soll von derzeit 35 auf mehr als 65 Gigawatt ausgebaut werden. Zum Vergleich: Große Kohlekraftwerke wie etwa Datteln 4 haben eine Kapazität von gut einem Gigawatt.

RWE aktualisiert damit seine Wachstumsstrategie «Growing Green» (etwa: «Grün wachsen»). Im November 2021 hatte der Konzern sie erstmals vorgestellt. Das Unternehmen hatte damals angekündigt, bis 2030 insgesamt 50 Milliarden Euro brutto investieren zu wollen. Die grüne Erzeugungskapazität sollte bis 2030 auf 50 Gigawatt ausgebaut werden.

Die jetzt in London angekündigten Investitionen sollen den Gewinn kräftig mehren: Vorstandschef Markus Krebber rechnet mit einer jährlichen Steigerung des bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) durchschnittlich 14 Prozent. 2030 soll der Wert mehr als neun Milliarden Euro betragen. Zum Vergleich: Für das laufende Jahr peilt der Konzern ein bereinigtes Ebitda von 7,1 bis 7,7 Milliarden Euro an.

Auch die Aktionäre sollen vom Wachstum profitieren. Die Dividende soll jährlich um 5 bis 10 Prozent steigen. Für das Geschäftsjahr 2024 laute das Dividendenziel 1,10 Euro, teilte der Konzern mit. Für das laufende Jahr sollen die Eigentümer je Aktie einen Euro Dividende bekommen. Die Börse honorierte die neuen Ziele: Am Mittag lagen RWE-Papiere rund 2,7 Prozent über dem Vortageswert.

Die 55 Milliarden Euro sollen laut Krebber bis 2030 in Erneuerbare Energien, Speichertechnologien, flexible Erzeugung und Wasserstoffprojekte fließen. So will der Konzern etwa seine Solar-Kapazität von 3,9 Gigawatt auf 16 Gigawatt aufstocken. Bei Windkraftprojekten auf See ist eine Steigerung von aktuell 3,3 Gigawatt auf 10 Gigawatt geplant. Kräftig ausbauen will der Konzern auch seine Batteriespeicher: Von derzeit 0,5 Gigawatt auf 6 Gigawatt. Zudem sei der Bau von mindestens 3 Gigawatt wasserstofffähigen Gaskraftwerken geplant.

«Wir wachsen nachhaltig und steigern unser Ergebnis, während wir gleichzeitig unser Portfolio noch schneller dekarbonisieren», sagte Krebber laut Mitteilung. Er bekräftigte das Unternehmensziel, 2030 aus der Kohleverstromung auszusteigen und bis 2040 klimaneutral zu werden.

Mehr als die Hälfte der 55 Milliarden Euro will RWE bis 2030 in Europa investieren. Allein in Deutschland sollen es rund 11 Milliarden Euro werden, 20 Prozent mehr als bislang geplant. Neben Europa seien die USA ein weiterer Schwerpunkt der Investitionen. «Hier hat RWE rund 20 Milliarden Euro netto für künftige Investitionen bis zum Ende des Jahrzehnts eingeplant.»

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Sandra Hüller
Tv & kino
César-Preise: «Anatomie eines Falls» mit Hüller triumphiert
Scarlett Johansson
People news
Scarlett Johansson wählt Besetzung für Regiedebüt aus
König Charles
People news
Krebskranker König Charles schmunzelt über Genesungswünsche
Google
Internet news & surftipps
Googles KI generiert keine Bilder von Personen mehr
Samsung-Sicherheitsupdate im Februar 2024 für diese Galaxy-Handys
Handy ratgeber & tests
Samsung-Sicherheitsupdate im Februar 2024 für diese Galaxy-Handys
Handymast ohne Stromzufuhr
Internet news & surftipps
O2-Handymast versorgt sich selbst mit Strom
Frankreich - Deutschland
Fußball news
DFB-Frauen vergeben erste Olympia-Chance
Drei Personen im Vorstellungsgespräch
Job & geld
Warum sich Offenheit im Vorstellungsgespräch auszahlt