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Großteil von Polizeieinsätzen im Amateurfußball in NRW

Deutschlandweit kommt es im Amateurfußball mit Bezug auf die Zahl aller Spiele zu wenigen Polizeieinsätzen. Von denen passierten in der letzten Saison allerdings der größte Teil in NRW.
Polizei
Ein Streifenwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Der Großteil der Polizeieinsätze im Amateurfußball hat in der vergangenen Saison in Nordrhein-Westfalen stattgefunden. Das berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Berlin bei der Innenministerkonferenz.

Nach diesem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, gab es in der Saison 2022/2023 in NRW 255 Einätze. Dabei wurden 242 Anzeigen geschrieben - die meisten davon mit 177 wegen Körperverletzungsdelikten. Auch Bedrohungen (23) und Beleidigungen (23) gab es häufiger. Die Polizei ermittelte 371 Tatverdächtige und zählte 326 Opfer - darunter 248 Verletzte.

«Nach Auswertungen der berichtenden Polizeibehörden handelte es sich schwerpunktmäßig bei den Geschädigten/Opfern um Spielerinnen und Spieler (67 Prozent) sowie um Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter (13 Prozent) und Zuschauerinnen und Zuschauer (13 Prozent)», so der Reul-Bericht. Auch sieben Polizeibeamte seien verletzt worden.

Mit diesen Zahlen liegt NRW weit vor Bayern, das in der Statistik auf dem zweiten Platz rangiert. Im Freistaat gab es nur 54 Einsätze. In Rheinland-Pfalz waren es zum Beispiel nur 13, in Brandenburg fünf.

Bundesweit fanden 542 Einsätze statt. Dies sei im Vergleich zu rund 1,5 Millionen Spielen nur ein geringer Anteil von 0,036 Prozent gewesen, so Reul. Während die Polizei-Daten für die ersten vier Ligen seit Jahren gesammelt werden, gab es die Statistik für die Amateurspiele zum ersten Mal. Das Ergebnis sei überschaubar, befand Reul: «Alle Länder berichten übereinstimmend, dass das Phänomen «Gewalt im Amateurfußball» zwar Gegenstand der medialen Berichterstattung, aber in der polizeilichen Einsatzbewältigung von untergeordneter Bedeutung und nicht vergleichbar mit den Vorkommnissen in den vier höchsten deutschen Spielklassen ist.»

Wie in NRW ging es auch bundesweit bei fast allen Fällen um Gewaltdelikte (495 Mal). Die Polizei zählte insgesamt 1099 Tatverdächtige und 754 Opfer. 714 davon wurden verletzt - darunter 498 Spieler, 116 Zuschauer, 83 Schiedsrichter und 17 Polizisten.

«Kopfnüsse und Kung-Fu gehören so wenig aufs Spielfeld wie Krawall und Pyro auf den Rängen. Auf und neben dem Platz gilt Fairplay», sagte Reul der dpa. Dennoch ist für die Innenministerkonferenz das Thema zu klein - die Datensammlung soll wieder eingestellt werden.

© dpa
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