Mann räumt Tötung seines «besten Freundes» mit Messer ein

Mit einem Geständnis seines einstigen Mitbewohners hat in Köln der Prozess um die Tötung eines Mannes mit rund 140 Messerstichen und -schnitten begonnen. Dem 25 Jahre alten Angeklagten wird in dem Verfahren am Landgericht Totschlag vorgeworfen. Zum Auftakt am Donnerstag räumte er die Tat über eine Erklärung seiner Verteidiger ein. «Ich bin für den Tod meines besten Freundes verantwortlich», hieß es in der Einlassung. Er sei bestürzt und fassungslos über das, was passiert sei.
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft lebte der 25-jährige Deutsche am Tattag im Juni 2022 in der Wohnung des späteren Opfers im Kölner Stadtteil Kalk. Am Nachmittag sei es «aus ungeklärten Gründen» zu einem Streit gekommen. In dessen Verlauf soll der Angeklagte ein Küchenmesser mit rund 19 Zentimeter langer Klinge genommen und circa 140 Mal auf den gesamten Körper seines Kontrahenten eingestochen haben. Dabei habe der Täter auch mit 14 Stichen das Lungengewebe des 23-Jährigen verletzt, der noch am Tatort verstorben sei, hieß es in der Anklageschrift weiter.

Wieso es zu dem Disput gekommen war, klärte der Angeklagte in seiner Einlassung nicht auf. Er wolle nicht, dass der Anlass des Streits wie eine «billige Entschuldigung» wirke, erklärte ein Verteidiger. «Den Part auszulassen, wie es zum Streit gekommen ist, ist nicht zweckdienlich«, sagte die Vorsitzende Richterin allerdings anschließend. Die Verteidiger sagten zu, die Frage des Streitgrundes mit ihrem Mandanten nochmals zu erörtern.

Als Nebenkläger in dem Prozess treten die Eltern des Getöteten auf. Der 23-Jährige war ihr einziges Kind. Das Verfahren ist mit weiteren neun Verhandlungstagen bis Ende Januar 2023 terminiert.

© dpa
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