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Fünf Männer wegen Bandendiebstahls vor Gericht

Der Prozess soll mehr als 50 Tage dauern. Es geht um weit mehr als 100 Fälle, 240 Zeugen sollen aussagen. Am Landgericht Aachen hat ein großes Verfahren begonnen. Es geht um den Diebstahl teurer Autos. Die Schlüssel soll die Bande bei Hauseinbrüchen erbeutet haben.
Prozess gegen mutmaßliche Einbrecherbande beginnt
Zwei der fünf Angeklagten (vorne l und M) sitzen vor Beginn des Prozesses gegen eine mutmaßliche Einbrecherbande in einem Saal des Aachener Landgerichts. © Henning Kaiser/dpa

Im Gerichtssaal stapeln sich die Akten, mehr als 50 Verhandlungstage sind geplant: Vor dem Aachener Landgericht hat am Montag ein aufwendiger Prozess gegen eine mutmaßliche Einbrecherbande begonnen. Wegen schweren Bandendiebstahls sitzen fünf Männer im Alter zwischen 22 und 58 Jahren auf der Anklagebank.

Sie sollen hinter einer Serie von Hauseinbrüchen sowie Autodiebstählen zwischen Mai und November 2022 im Raum Köln und Aachen stecken. Vor Gericht geht es um 127 Fälle. Den Angeklagten drohen Haftstrafen zwischen einem und zehn Jahren. Über 200 Zeugen sollen an mehr als 50 Prozesstagen gehört werden.

Teilweise sollen die Männer jede Nacht unterwegs gewesen sein: Der 58 Jahre alte Vater und einer seiner Söhne seien die Hauptorganisatoren, zwei weitere Söhne die Hauptausführenden gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Ein weiterer 22-jähriger Mann sei später dazugekommen. Die Ermittler gehen von weiteren Tätern aus. Der Gesamtschaden soll etwa eine Million Euro betragen.

Die Bande soll es auf hochwertige Autos abgesehen haben. Die Wagen standen in Carports oder waren vor Einfamilienhäusern in Alsdorf, Jülich, Eschweiler oder etwa den Vororten von Köln geparkt. Laut Anklage brachen die Männer nachts die Haustüren auf, stahlen Autoschlüssel aus den Taschen im Eingangsbereich und fuhren mit den Autos davon. Die Wagen sollen sie selbst gefahren oder zu Geld gemacht haben. In einem Fall sollen sie auch 30 Silberbarren mitgenommen haben. Auch Kinderspielzeug, Bargeld und Handtaschen sollen sie gestohlen haben.

Allerdings gelang es nicht, jede Haustür aufzubrechen. Teils, so die Anklage, wurden die Hausbesitzer durch den Krach aufgeweckt. In einem Fall wurde ein Frau wach, weil eine Überwachungskamera ein Alarmsignal auf ihr Handy schickte. Sobald die Einbrecher das bemerkten, flohen sie.

Die Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Einige sind unter mehreren Namen bekannt, teilweise sitzen sie nach der Festnahme frühere Haftstrafen ab. Die vier Jüngeren sind zwischen 22 und 34 Jahre alt, alle tragen einen Haarknoten oder Zopf. Sie suchen immer wieder untereinander Augenkontakt. Teils haben sie keinen festen Wohnsitz. «Bei meiner Mama» antwortete der Jüngste auf die Frage des Vorsitzenden Richters nach seiner Adresse.

Ein in Köln gestohlenes Wohnmobil im Wert von 50 000 Euro ist, wie auch andere Fahrzeuge, verschwunden. Nach einem Einbruch in Jülich im Oktober 2022 fuhren die Täter mit dem geklauten Wagen in eine Radarfalle und wurden geblitzt. In dem Prozess spielen auch die Protokolle der Handyüberwachung eine Rolle. Rund 240 Zeugen sollen aussagen. Letzter geplanter Verhandlungstag ist der 25. April 2024.

© dpa
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