Thioune noch enttäuscht über Zeit ohne Fans beim HSV

Daniel Thioune sieht sich auch durch die Coronavirus-Pandemie um einen möglichen Aufstieg mit dem Hamburger SV im Sommer 2021 gebracht. Als Trainer von Fortuna Düsseldorf tritt er am Samstagabend im Zweitliga-Spitzenspiel zum ersten Mal in einem voll besetzten HSV-Stadion an. In seiner Zeit als HSV-Trainer war dem 48-Jährigen dies wegen der Corona-Krise nicht vergönnt.
Düsseldorfs Trainer Daniel Thioune fasst sich an den Kopf. © Stefan Puchner/dpa

«Das ist sicher hypothetisch. Ich glaube aber schon, dass man in Hamburg auch von Zuschauern getragen werden kann. Womöglich hätte es mit Fans nicht nur zu Platz vier, sondern zu einem der ersten drei Ränge gereicht», sagte Thioune im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor dem Duell beider Clubs am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sport1). «Unter den Umständen ist das sicherlich besonders», sagte Thioune zu seiner Rückkehr in den Volkspark.

Der gebürtige Osnabrücker erwartet aber keine negativen Reaktionen der HSV-Fans. «Viele haben auch erkannt, dass man den verpassten Aufstieg 2021 nicht allein am Trainer festmachen kann», sagte Thioune, der immer noch enttäuscht ist, als HSV-Coach nie Fans im Stadion erlebt zu haben: «Natürlich ist das am meisten bei mir hängen geblieben, dass ich diese Möglichkeit nie hatte, das Stadion mit Fans zu spüren.»

Trotz der ebenfalls großen Ambitionen in Düsseldorf mag Thioune nicht über die Aufstiegschancen des aktuellen Tabellenfünften Fortuna sprechen. «Aktuell befinden wir uns in einer spannenden Tabellenregion, in einer Position, in der man möglichst lange nach oben schauen kann und nicht so oft nach unten schauen muss. Die beiden, die gerade ganz oben sind - Paderborn und der HSV -, machen das derzeit sehr souverän», sagte der Fortuna-Coach.

Generell hat Thioune keine Probleme mit dem Wunsch speziell von Sportchef Klaus Allofs, die Düsseldorfer möglichst schnell wieder in der Bundesliga zu sehen. «Auch wenn wir nach einer schwierigen Saison, in der man lange im Abstiegskampf war, erstmal etwas demütiger an die Sache herangehen sollte. Aber die Ansprüche gefallen mir schon. Ich bin glücklich, dass ich geholt wurde, um etwas zu entwickeln und nicht, um nur etwas zu verwalten.»

© dpa
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