«Nicht zu verhindern»: Kirmes-DJ spielt trotz Verbot «Layla»

Der Skandal ist perfekt: Nach tagelangen Debatten um das Festzelt-Verbot des Partyhits «Layla» hat der DJ der Düsseldorfer Schützen den Song doch gespielt. Das Publikum rastete aus, der DJ stellte selbst ein Video ins Internet.
Besucher laufen über die Rheinkirmes. © Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Trotz eines ausdrücklichen Verbots hat der DJ des Festzelts der St. Sebastianus-Schützen bei der Eröffnung der Düsseldorfer Kirmes das umstrittene Lied «Layla» gespielt. Unter anderem eine Reporterin der «Bild»-Zeitung dokumentierte die Szene am Freitagabend in einem Video bei Twitter. Der DJ selbst lud später bei Facebook ein Handyvideo hoch, das er kommentierte mit «Kirmes Düsseldorf. Layla war nicht zu verhindern.»

Die Schützengesellschaft, die DJ Marc Pesch (47) für den Eröffnungsabend engagiert hatte, ist Veranstalterin der Düsseldorfer Kirmes mit erwarteten 4 Millionen Gästen. Zunächst hatte der Schützenchef das Abspielen von «Layla» auf der gesamten Kirmes untersagt. Später ruderten die Veranstalter zurück und teilten mit, dass der Song im eigenen Zelt verboten werde - für die anderen Festzelte und Fahrgeschäfte gebe es nur die Empfehlung, auf das Lied zu verzichten.

Auf den Internet-Videos war am Freitagabend zu sehen, wie die Menge - darunter zahlreiche Schützen - auf der Freifläche am Festzelt zu dem Lied tanzte und mitsang. Der Song von DJ Robin & Schürze ist auf Platz 1 der Single-Charts und handelt von einer «Puffmama» namens Layla. Er ist wiederholt als sexistisch kritisiert worden.

Kirmes-DJ Pesch hatte bereits vor Tagen der dpa gesagt, dass er über das Song-Verbot nicht glücklich sei: «Das Stück ist immerhin die Nr. 1 in Deutschland und die erwarten die Menschen zu Recht», sagte er. Pesch ergänzte: «Das ist wie Fußball, wenn man kein Tor schießen darf.»

Am Freitagabend nahm Pesch dann aber doch Anlauf - und landete einen Volltreffer. Auf dem Video, das von seinem DJ-Pult aus gefilmt wurde, sieht man eine johlende Menge, die «Layla» begeistert mitgröhlt. Ob die Aktion für Pesch Folgen hat, blieb zunächst unklar.

© dpa
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