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Loch unter der Autobahn: A3 bei Duisburg teilweise gesperrt

Das Autobahnkreuz Kaiserberg ist bei Pendlern wegen seiner Dauer-Staus gefürchtet. Nun gibt es ein weiteres Problem: Unter der Fahrbahn der A3 wurde ein großes Loch entdeckt.
Gesperrte Straße
Auf einem Polizeifahrzeug leuchtet die Aufschrift «Gesperrt». © David Young/dpa/Symbolbild

Ein riesiger Hohlraum direkt unter der Fahrbahn legt am wichtigen Autobahnkreuz Kaiserberg in Duisburg teilweise den Verkehr lahm und stellt Ingenieure vor eine Herausforderung. Mindestens zwei Meter tief und sieben Meter breit sei der unterirdische Hohlraum, sagte ein Sprecher der Autobahn-Gesellschaft am Freitag. Wie er entstanden ist und ob der intensive Bergbau in der Region eine Rolle spielt, war zunächst unklar. Am Wochenende soll versucht werden, das Loch aufzufüllen. Da die Fahrbahn nicht mehr stabil ist, bleibt die A3 in Richtung Norden zumindest in den nächsten Tagen für den Verkehr voll gesperrt. Auf den Umfahrungs-Strecken drohen Staus.

Das Autobahnkreuz Kaiserberg ist im Moment ohnehin eine Großbaustelle. Während der Bauarbeiten werde vorsichtshalber genau überwacht, ob es Bewegungen im Erdreich gibt, erläuterte der Sprecher. Dabei zeigten die Messgeräte am Donnerstag plötzlich eine Absenkung der Fahrbahn im Bereich der A3 an. Um sieben Zentimeter war der Asphalt an einer Stelle mitten am Autobahnkreuz abgesackt.

Ausmaß des Schadens wird erst allmählich klar

Von oben war von dem großen Hohlraum anfangs nur eine kleine Öffnung am Fahrbahnrand zu sehen. Das ganze Ausmaß des Schadens wurde auch den Fachleuten erst nach und nach klar.

Die zuständige Autobahn-Gesellschaft sperrte den stark befahrenen Abschnitt der A3 Richtung Arnheim. Am Freitag liefen die Vorarbeiten, damit - so der Plan - das Loch am Wochenende verfüllt werden kann.

Die Ursachen für den Hohlraum blieben zunächst unklar. Immer wieder kommt es im Ruhrgebiet zu Bergschäden als Folge des jahrelangen Bergbaus. Auch Straßen und Schienen sind davon regelmäßig betroffen. Ob auch der Hohlraum am Kreuz Kaiserberg eine Folge des Bergbaus sein könnte, blieb zunächst aber Spekulation.

130 000 Fahrzeuge am Tag und viele Staus

An dem Knotenpunkt in Duisburg kommt so viel Verkehr zusammen wie kaum irgendwo sonst im Ruhrgebiet - auf der Straße, der Schiene und im Wasser: 130 000 Fahrzeuge haben das Kreuz von A3 und A40 laut Autobahn-Gesellschaft zuletzt pro Tag genutzt - Tendenz steigend. Das Kreuz aus den 1960er Jahren ist ein neuralgischer Staupunkt und wird derzeit aufwendig modernisiert.

Weil genau unter den Fahrbahnen die Züge auf den beiden für das Ruhrgebiet besonders wichtigen Ost-West-Verbindungen zwischen Duisburg und Dortmund verlaufen, sind die Arbeiten aufwendig und führen immer wieder auch zu Sperrungen im Zugverkehr. Auch ein für die Schifffahrt wichtiger Nebenkanal der Ruhr und mehrere kleinere Straßen verlaufen in dem Bereich.

Bis das Loch verfüllt und die Strecke wieder instandgesetzt ist, empfiehlt die Autobahn-Gesellschaft ab dem Autobahnkreuz Kaiserberg über die A40, die A59 und die A42 bis zum Autobahnkreuz Oberhausen-West zu fahren.

Aus Köln und Düsseldorf sollten Autofahrer schon am Autobahnkreuz Breitscheid auf die A524 in Richtung Duisburg wechseln und dann über die A59 und die A42 bis zum Autobahnkreuz Oberhausen-West fahren.

© dpa
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