Polizei: Böschungsbrand ging Großfeuer in Goch voraus

Den Einsatzkräften schlug explosionsartig eine regelrechte Feuerwand entgegen. Beim Großbrand in einem Blumengroßhandel in Goch sind am Freitag zwei Feuerwehrleute schwer verletzt worden. Die Polizei hat jetzt über ihren Ermittlungsstand zur Brandursache informiert.
An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug «Polizei». © David Inderlied/dpa/Illustration

Der Großbrand in einem Blumengroßhandel in Goch am Niederrhein mit zwei schwer verletzten Feuerwehrleuten ist laut Polizei von einem Feuer am nahe gelegenen Bahndamm ausgegangen. Zuerst sei die Böschung des Bahndamms in Brand geraten, teilte die Polizei drei Tage nach dem Großeinsatz am Montag mit. Dann habe das Feuer Holzpaletten auf dem Firmengelände erfasst, sei auf die Lagerhalle übergesprungen und habe sich dort schnell ausgebreitet.

Anschließend sei es zu einer sogenannten Rauchgasdurchzündung gekommen, bei der die beiden Feuerwehrmänner am Freitag schwer verletzt wurden. Wie es zu dem Böschungsbrand kam, blieb bei der Begutachtung des Brandortes durch Beamte der Kriminalpolizei und einen Brandsachverständigen am Montag laut Polizei zunächst unklar.

Nach dem Großbrand im Kreis Kleve mit einem geschätzten Schaden von 1,5 Millionen Euro kommt einer der beiden verletzten Feuerwehrleute demnächst aus dem Krankenhaus. Es gehe dem 36-Jährigen den Umständen entsprechend gut, er werde zu Wochenbeginn entlassen, sagte ein Feuerwehrsprecher am Montag. Sein 46 Jahre alter, schwerer verletzter Kollege bleibe vorerst in der Klinik. Die Feuerwehrleute hatten den Angaben zufolge Brandverletzungen an Gesicht und Händen erlitten.

Das Feuer war am Freitagnachmittag an einer Halle eines Großhändlers für Blumen- und Gartenprodukte ausgebrochen. Die Feuerwehr löschte insgesamt knapp 19 Stunden. Bis zu 200 Feuerwehrleute waren vor Ort.

Die Feuerwehr hatte nach dem Brand gewarnt, zunächst kein Wasser aus der Niers zu entnehmen, weil möglicherweise Löschwasser in die Kanalisation und damit auch in den Fluss gelangt sein könnte. Die Untersuchung der Wasserproben laufe noch, sagte der Sprecher am Montag. Deshalb gelte die Warnung weiter.

© dpa
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