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Ermittler: Polizeischüsse von Gummersbach waren Notwehr

Bei den Polizeischüssen in Gummersbach im November haben die Beamten nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft zurecht und aus Notwehr auf den mutmaßlichen Messerstecher geschossen. «Der Messerangriff war für die Beamten konkret mit eigener Todesgefahr verbunden und der Schusswaffeneinsatz daher als Ultima Ratio gerechtfertigt», teilte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag mit. Ein Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt habe sich nicht ergeben. Zuvor hatte der «Kölner Stadt-Anzeiger» darüber berichtet.
Akten
Das Strafgesetzbuch und Akten liegen auf einem Tisch. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

Die Polizei war Mitte November ursprünglich wegen eines Ladendiebstahls zu einem Supermarkt gerufen worden. Der 30-Jährige soll dort Bier gestohlen und eine Mitarbeiterin geschlagen haben. Laut Staatsanwaltschaft folgten mehrere Auseinandersetzungen mit der Polizei: Auch der mehrfache Einsatz von Pfefferspray und ein erster Schuss hätten den mit einem Cuttermesser bewaffneten Mann nicht von Attacken abhalten können. Nachdem sich das Geschehen verlagerte, soll der 30-Jährige erneut angegriffen haben. Die Beamten versuchten sich demnach mit Stühlen zu verteidigen, ein Polizist gab einen weiteren Schuss ab.

In der Fußgängerzone soll der Mann schließlich mit gezücktem Cuttermesser auf die Polizisten zugelaufen sein, «denen in der konkreten Situation keine andere Wahl mehr blieb, als den Angreifer mit Waffengewalt zu verletzen und zu stoppen», wie Bremer mitteilte. Auch der Umstand, dass die Schüsse in einer Fußgängerzone abgegeben worden seien, führe hier zu keiner anderen Bewertung. Es lägen die rechtlichen Voraussetzungen für eine Notwehr vor. Der bereits zuvor wegen einer Reihe von Straftaten polizeibekannte 30-Jährige soll sechs Treffer erlitten haben. Er überlebte.

© dpa
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