Grünen-Chefin: Uniper-Vorstände müssen Beitrag leisten

In der Diskussion um staatliche Hilfen für den angeschlagenen Gaskonzern Uniper hat sich die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Katharina Dröge, dafür ausgesprochen, dass auch die Unternehmensvorstände einen Beitrag leisten müssen. Auf die Frage, ob im Gegenzug für Staatshilfen Dividenden ausfallen und die Vorstände auf einen Teil ihres Gehalts verzichten sollten, sagte Dröge der «Rheinischen Post» (Dienstag): «Grundsätzlich haben wir Grünen immer gesagt, dass Unternehmen, die umfangreiche staatliche Hilfen empfangen, auch einen Teil beitragen müssen. Das gilt auch für die Vorstände.»
Das Logo der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. © Michael Kappeler/dpa/Symbolbild

Uniper ist wegen der ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland in Bedrängnis geraten. Der Konzern muss zur Erfüllung seiner Verträge teureres Gas am Markt einkaufen, was zu Liquiditätsproblemen führt. Nach Aussagen von Firmenchef Klaus-Dieter Maubach fließen bei Uniper tägliche Mittel im mittleren zweistelligen Millionenbereich ab. In der Folge hatte Uniper vor zehn Tagen einen Antrag auf staatliche Hilfe gestellt. Doch eine Einigung ist bislang nicht in Sicht. Die Gespräche dauerten an, teilte Uniper am Montag mit. Es sei derzeit nicht absehbar, wann sie abgeschlossen werden könnten.

Die Liquiditätskrise bei Uniper spitzte sich unterdessen zu. Am Montagmorgen teilte das Unternehmen mit, die bestehende Kreditlinie der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von zwei Milliarden Euro nun vollständig in Anspruch genommen zu haben. Wenige Stunden später gab der Konzern bekannt, einen Antrag auf Erhöhung der Linie gestellt zu haben. Damit dürfte der Druck auf die Bundesregierung zunehmen, ein Rettungspaket für die Tochter des finnischen Konzerns Fortum zu schnüren.

© dpa
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