Libanese soll Noch-Ehemann seiner Freundin erstochen haben

Ein 31-jähriger Mann aus Marl soll in Dortmund den Noch-Ehemann seiner Freundin erstochen haben. Zum Auftakt des Mordprozesses rechnet das Gericht mit zahlreichen Zuschauern aus beiden libanesischen Familien. Doch es kommt anders.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Aus Wut soll ein 31-jähriger Mann aus Marl im April in Dortmund den Noch-Ehemann seiner Freundin erstochen haben. Seit Dienstag muss sich der Libanese vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Der Vorwurf lautet auf Mord. Auf Anraten der Verteidigung verzichtete der Angeklagte zunächst darauf, sich selbst zu den Vorwürfen zu äußern. Das solle aber spätestens Ende Oktober nachgeholt werden, erklärte Verteidiger Christian Simonis im Prozess.

Laut Staatsanwaltschaft fuhr der Angeklagte in der Nacht auf den 9. April 2022 zusammen mit zwei bislang unbekannten Komplizen von Marl nach Dortmund. Angeblich hatte er erfahren, dass der Noch-Ehemann seiner Freundin in dieser Nacht seine Schwester besuchen wollte. Das Trio soll die Tür zur Wohnung der Schwester aufgebrochen und im Flur sofort auf das spätere Opfer eingeschlagen haben. Schließlich habe der 31-Jährige ein Messer gezogen und mindestens elf Mal auf seinen wehrlosen Kontrahenten eingestochen, heißt es in der Anklageschrift.

Zu Beginn des Prozess hatte das Schwurgericht mit zahlreichen Zuschauern aus beiden libanesischen Familien gerechnet. Die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen erwiesen sich jedoch als unnötig. Als die Verhandlung aufgerufen wurde, waren gerade einmal drei Zuschauer erschienen.

© dpa
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