Endstation in Regensburg: Aus für Köln im Elfmeterschießen

Steffen Baumgart will nach Berlin - in dieser Saison wird es zumindest im DFB-Pokal nichts damit. Der 1. FC Köln scheitert in der ersten Runde an Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer hoffen auf das nächste Cup-Märchen.
Torwart Dejan Stojanovic vom SSV Jahn Regensburg in Aktion. © Matthias Balk/dpa

Für Steffen Baumgart und den 1. FC Köln ist die ersehnte Berlin-Reise schon nach der ersten Station beendet. Die Rheinländer kämpften sich nach einem 0:2 beim SSV Jahn Regensburg zwar nochmals zurück, konnten ihr Erstrunden-Aus im DFB-Pokal aber beim 3:4 im Elfmeterschießen nicht abwenden. Nach der Verlängerung hatte es in dem leidenschaftlichen Cup-Fight am Samstag 2:2 (2:2, 1:2) gestanden.

Der widerspenstige Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga darf auf einen ähnlich furiosen Cup-Trip wie 2020/2021 hoffen, als nach drei Siegen im Elfmeterschießen erst im Viertelfinale Endstation war. Torwart Dejan Stovanovic hielt gegen Julian Chabot und zum Schluss Kingsley Ehizibue, auf der Gegenseite war Kölns Timo Horn nur von Benedikt Saller nicht zu überwinden.

Andreas Albers (18. Minute) und Prince Owusu (27.) setzten die Kölner vor 13.236 Zuschauern in Regensburg schnell unter Riesendruck. Mark Uth (28.) und Dejan Ljubicic (63.) hatten die Gäste eine Woche vor dem Bundesligastart gegen den FC Schalke 04 noch auf eine versöhnliche Pflichtspiel-Premiere hoffen lassen.

Von Beginn an war Feuer in dieser Partie - und auch Rauch. Kölner Fans brannten noch vor dem Anpfiff Pyrotechnik ab. Rote Rauchschwaden zogen durchs Stadion.

Die Regensburger knüpften an ihren Topstart der 2. Bundesliga mit zwei Siegen an und kombinierten sich immer wieder sehenswert vor das Tor von Keeper Horn. Eine Maßflanke von Leon Guwara nickte Albers zum 1:0 für die giftigen Hausherren ein.

Das 2:0 leitete Maximilian Thalhammer mit einem Ballgewinn im Mittelfeld gegen den Kölner Chabot ein. Owusu ließ die Regensburger Fans erneut jubeln.

Baumgart hatte das Endspiel in Berlin als Ziel ausgegeben. «Als Trainer bin ich nie über das Viertelfinale hinausgekommen. Mein persönliches Ziel ist, irgendwann einmal im Finale von Berlin zu stehen», sagte der Coach der in blauen Trikots aufgelaufenen Rheinländer vor dem sehenswerten Schlagabtausch.

Die Kölner, bei denen Kapitän Jonas Hector erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, wehrten sich. Sie wollten nicht wie im Februar 2021 beim Aus im Achtelfinale im Elfmeterschießen schon wieder an den Oberpfälzern scheitern. Nur Sekunden nach dem 0:2 gelang Uth mit einem linken Hammer aus 18 Metern der Anschluss.

Der 30 Jahre alte Stürmer leitete auch den Ausgleich für nun lauffreudigere Kölner ein. Ljubicic vollendete nach einem Zusammenspiel mit Florian Kainz.

Die Kölner wurden immer spielbestimmender, die Regensburger kaum noch gefährlich. Einen Uth-Freistoß setzte Ersatzkapitän Anthony Modeste (90.+2) an die Latte. Jahn-Keeper Stovanovic rettete aus wenigen Metern gegen Linton Maina (94.). Vom Punkt waren dann jedoch die Regensburger nervenstärker.

© dpa
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