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«Cold Case» Claudia Ruf: Nur ein DNA-Verweigerer

Beim aktuellen Massen-Gentest im Mordfall Claudia Ruf hat nur einer der rund 200 Angeschriebenen die Abgabe seiner DNA verweigert. In seinem Fall sei inzwischen ein Gerichtsbeschluss zur DNA-Abgabe erwirkt worden, sagte ein Polizeisprecher in Bonn am Freitag. «Wir sind mit der Quote der Freiwilligkeit sehr zufrieden.» Verdächtig sei der Mann wegen seiner Verweigerung nicht. Die «Rheinische Post» hatte zuvor berichtet.
Polizei
Ein Schild mit der Aufschrift «Polizei» hängt an einem Polizeipräsidium. © Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

In weiteren zehn Fällen werde noch versucht, die DNA von Angehörigen Verstorbener oder nach unbekannt Verzogenen zu bekommen. Die Auswertung der Proben dauere länger als geplant, weil die DNA-Labore der Polizei derzeit mit der Nachbearbeitung der vielen anderen «Cold Cases» gut ausgelastet seien. Es sei aber noch kein Treffer dabei gewesen.

In die Ermittlungen zum Mord an der elfjährigen Claudia Ruf aus Grevenbroich war nach 27 Jahren neue Bewegung gekommen. Die Mordkommission geht einer Zeugenbeobachtung nach, wonach eine dunkle Limousine mit Ortskennzeichen RE für den Kreis Recklinghausen im Zusammenhang mit der Tat stehen könnte.

Die Polizei war deshalb im Frühjahr an rund 200 Fahrzeughalter aus dem Kreis Recklinghausen herangetreten. Der Zeuge hatte sich am Tag der Entführung der Schülerin aber nur Fragmente des Nummernschilds am verdächtigen Wagen gemerkt. Nach RE- könnte die Buchstabenkombination DB oder BD gestanden haben.

Die elfjährige Claudia Ruf wurde am 11. Mai 1996 in Grevenbroich-Hemmerden südwestlich von Düsseldorf entführt, sexuell missbraucht und zwei Tage später im 70 Kilometer entfernten südlich gelegenen Euskirchen tot auf einem Feldweg gefunden. An der Leiche des Mädchens wurde DNA sichergestellt, die vom Täter stammen dürfte.

Bereits 2019 hatten Mordermittler den «Cold Case» neu aufgerollt: Eine aufwendige DNA-Massenuntersuchung, für die in Grevenbroich mehr als 2000 DNA-Proben genommen und analysiert wurden, hatte aber keinen Verdächtigen ans Licht gebracht. Die Ermittlungsakten füllen inzwischen 150 000 Seiten Papier.

© dpa
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