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Buchhandelskette Thalia baut Marktanteile aus

Im Buchhandel hat sich Platzhirsch Thalia im jüngsten Geschäftsjahr behauptet - und seine Marktanteile noch ausbauen können. Eine immer größere Rolle spielt der Verkauf von Spielwaren und Geschenkartikeln.
Thalia
Das Logo der Buchhandelskette hängt über dem Eingang des Kaufhauses in der Innenstadt von Hamburg. © Axel Heimken/dpa

Deutschlands größter Buchhändler Thalia hat seinen Marktanteil ausgebaut. Im gesamten deutschen Buchmarkt entfallen nach eigenen Angaben mittlerweile 24 Prozent des Umsatzes auf das familiengeführte Unternehmen aus Hagen, zwei Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Im stationären Geschäft liege der Marktanteil bei 27 Prozent (plus 3 Prozentpunkte), im Online-Handel bei 20 Prozent (plus 1 Prozentpunkte), teilte Thalia am Dienstag mit und bezog sich dabei auf Berechnungen des Marktforschers GfK.

In Deutschland und Österreich steigerte Thalia den Umsatz im Ende September beendeten Geschäftsjahr 2022/23 den Angaben zufolge um 12 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Davon entfielen allein 1,2 Milliarden Euro auf Deutschland, wo Thalia 329 eigene Buchhandlungen betreibt. Werden auch das Schweiz-Geschäft sowie Umsätze von Vertriebspartnern in Deutschland einbezogen, kommt Thalia auf einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro (plus 11 Prozent). Dies bedeute einen Rekord. Über den erwarteten Gewinn machte Thalia keine Angaben.

«Neue Begeisterung für Bücher»

Als einen Grund für das Umsatzplus nannte das Unternehmen eine «neue Begeisterung für Bücher in den jüngeren Zielgruppen». Thalia habe Trends auf Social Media-Plattformen früh erkannt und aufgegriffen, berichtete Thalia-Chef Ingo Kretzschmar. Zudem beteilige man sich am Kulturpass für 18-Jährige und habe darüber innerhalb von gut vier Monaten bereits mehr als 100.000 Bücher verkauft. Positiv habe sich auch die Nachfrage nach E-Books und Hörbüchern entwickelt.

Eine zunehmende Bedeutung sieht Thalia auch für die buchnahen Sortimente. So habe der Umsatzanteil von Spielwaren über alle Vertriebskanäle hinweg rund 10 Prozent betragen. «Gerade im stationären Geschäft übernimmt Thalia damit verstärkt die Rolle des örtlichen Spielwarenhandels, der sich aus den Innenstädten zurückgezogen hat.» Bei Geschenke- und Trendartikeln sei der Umsatz um rund 30 Prozent gestiegen. Welchen Umsatzanteil der sogenannte Non-Book-Bereich insgesamt hat, verriet das Unternehmen nicht.

Thalia will Vertriebspartnerschaften ausbauen

Kretzschmar kündigte an, den Ausbau des Partnermodells stärken zu wollen. Dabei arbeiten unabhängige Buchhändler etwa in den Bereichen IT, Webshop, Einkauf oder Logistik mit Thalia zusammen, bleiben rechtlich aber eigenständige Betreiber ihrer Buchhandlungen. Größter Partner ist bislang die Kette Osiander in Süddeutschland. Auch kleinere Händler mit wenigen Buchhandlungen sind nach Angaben einer Sprecherin mittlerweile eine Partnerschaft mit Thalia eingegangen.

Zu den Thalia-Gesellschaftern zählen unter anderem die Verlegerfamilie Herder, die Händlerfamilie Kreke und die Buchhändlerfamilie Falter.

© dpa
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